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Wohnst du noch oder lebst du schon ?

24.11.2017

Wohnst du noch oder lebst du schon ?

Es gibt Sachen (und Personen), von denen fast jeder denkt, sie wären alternativlos, was aber nur daran liegt, dass fast jeder nicht genug über Alternativen nachdenkt, und falls er es doch tut, dass er nicht genug Anstrengungen unternimmt, um die Alternativen zur Realität werden zu lassen. Eine solche Sache ist das Wohnen.

Unbestritten ist, dass der Mensch ein Dach über dem Kopf zum Schutz vor Schnee und Regen braucht, sowie einen geschlossenen Raum, der Wind und Kälte draussen und die Wärme drinnen hält. Dazu braucht es noch Vorrichtungen zum Kochen und Heizen und einen Platz zum Scheissen, der sich aber nicht zwangsläufig in diesem geschlossenen Raum befinden muss …

Die Frage ist, welches Quantum an Zeit, Geld und Energie erforderlich ist, um in den Genuss des Wohnens zu kommen, wenn man weder Haus noch Hof geerbt hat. Jahrzehntelange Gehirnwäsche durch Fernsehen, Werbung und Propaganda lassen derzeit zwei Varianten als alternativlos erscheinen :

1. Durch ein Inserat in der Zeitung oder im Internet oder durch einen Immobilienmakler kommt es zu einem Besichtigungstermin einer leerstehenden Wohnung. Zusammen mit 30 anderen Interessenten wird man an einem Samstagmittag durch die Wohnung getrieben und muss darauf hoffen, dass man dem Vermieter sympathischer als die anderen 29 Interessenten ist.

Ob es um Kauf oder Miete geht spielt für den Verfahrensablauf kaum eine Rolle.

2. Man geht zur Bank, besorgt sich einen Kredit, kauft von der Gemeinde ein Baugrundstück, beauftragt einen Architekt mit der Planung eines Hauses, lässt den Bauunternehmer und die Handwerker kommen und zahlt die Bude dann sein Leben lang ab.

Der Wohnende hat jetzt den Nutzen des Wohnens, während andere den Nutzen an dem Wohnenden haben. An erster Stelle natürlich die Bank, die Zinsen kassiert, aber auch die Wirtschaft durch die erhaltenen Aufträge und durch potentielle Arbeitskräfte, die ihren Wohnraum abbezahlen müssen. Die Gemeinde profitiert durch Abgabepflichtige und Pro-Kopf-Zuweisungen vom Bund. Der Wohnende ist nun sesshaft und befriedet und steht zur weiteren Verwendung zur Verfügung. Man könnte auch so sagen : die Hirten haben ihre Schäflein im Neubaugebiet eingepfercht …

Das Bild oben zeigt ein Jurtendorf in der Schweiz. Dort leben alle möglichen Leute, vom (echten) Professor bis zur Küchenhilfe. Sie alle haben gewisse gesellschaftliche Mechanismen durchschaut und haben es nicht mehr nötig, ihren Status an einem schicken Haus und einem tollen Auto festzumachen. Dafür müssen sie sich als Modernisierungsverlierer, Zukunftsverweigerer und soziale Absteiger diffamieren lassen, aber das juckt dort niemand.
Wer sich Gedanken drüber macht, was andere von ihm denken, hat schon von Anfang an verloren …

Auf den ersten Blick sieht es wie Camping oder ein Zeltlager aus, aber es leben dort auch Familien mit Kindern im Sommer wie im Winter. Es gibt WLAN und gemeinschaftliche Sanitäranlagen.

Wem es nur ums Geld sparen geht, der ist auf einem Dauerstellplatz auf einem Campingplatz besser aufgehoben. Für mich wäre es allerdings nix. Man hockt einfach zu eng aufeinander …

Das gilt auch für die Wagenburgen, die es in allen grösseren (Universitäts)Städten gibt. Dazu kommt noch ein ziemlich unangenehmer ideologischer Gruppenzwang. Wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist, rücken diese Leute gern zusammen, auch wenn genug Platz vorhanden ist. Ich habe bei ihnen immer den Eindruck, dass sie sich sozusagen vor sämtlichen Anforderungen des Erwerbslebens verbarrikardieren. Aber es hat viele coole Typen drunter und ich sage nur: machen lassen …

Das bekannteste alternative Wohnprojekt in Deutschland ist das Ökodorf Sieben Linden in Sachsen-Anhalt. Dort geben sich die Honoratioren aus Politik und Wissenschaft die Klinke in die Hand, um sich zu informieren und Förderpreise zu verteilen. Allerdings muss man sich in Sieben Linden Land kaufen, kann dann aber leben und bauen wie man möchte, ohne einen Bürgermeister oder einen Stadtbaumeister oder gar einen Gemeinderat um Erlaubnis zu fragen. Für Leser aus Löffingen wird sich das anhören wie ein Bericht über das Paradies auf Erden …

Über Sieben Linden gibt es sogar ein Buch :

Preise uns Auszeichnungen hat auch der Architekt Le-Mentzel für sein 100-Euro-Haus in Berlin erhalten.
Er hat es geschafft, auf 6,4m² Fläche einen Wohnraum zu konstruieren, der alles bietet, was man so braucht, einschliesslich Toilette.  Hut ab !!  (und Fenster auf …)

https://utopia.de/tiny-house-le-mentzel-38725/

Es gibt viele Möglichkeiten, aus bereits vorhandenen kostengünstigen Materialien Häuser zu bauen. Zum Einsatz kommen sogar Stohballen, leere Flaschen (die Luft in den Flaschen dämmt sehr gut) oder mit Sand gefüllte Autoreifen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn ein Clanchef im Rathaus so was sieht, kommt ihm das kalte Kotzen. Dreiviertel des Gemeinderates sind Bauunternehmer oder Handwerksmeister aus dem Baunebengewerbe und sehen ihre Felle davon schwimmen, wenn jeder sein Haus selber baut. Also ist es nur logisch, dass es keine Genehmigung dafür gibt.

Deshalb greifen die meisten Alternativler auf Bauwägen, Container oder LKW-Anhänger zurück. Diese gelten nicht als Gebäude. Es gibt sogar Menschen, die einen grossen Teil ihrer Lebenszeit in einem Zug oder in einer Strassenbahn verbringen, und damit meine ich jetzt nicht die Berufspendler …

Es ist ganz einfach eine Frage der Ethik :  möchte man einen grossen Teil seiner Lebenszeit damit verbringen, für sein Dach über dem Kopf arbeiten zu gehen oder möchte man Sinnvolleres mit dieser Zeit anfangen ?
Möchte man mit Ressourcen und Rohstoffen sinnvoll umgehen oder möchte man alles verbraten, nur um einem Ideal zu entsprechen, dass einem künstlich und absichtlich vorgesetzt wurde ?

Wir alle sind nur Gäste auf diesem wunderbaren Planeten. Unsere Mutter Erde hat uns sozusagen zu einem Buffet eingeladen. Ein anständiger Gast bei einem Buffet nimmt sich maßvoll von dem Angebotenen, was ihm zusagt, und achtet darauf, dass auch für die anderen anwesenden Gäste und die, die später kommen werden, noch etwas übrig bleibt. Nur eine Drecksau stopft sich die Taschen voll und lässt andere leer ausgehen.

Alle grossen und heiligen Bücher der Menschheit, angefangen von den Veden und der Bibel über Homer`s Illias bis hin zu Shakespeare`s Dramen sind voll von Geschichten über Personen, die aus Egoismus, Dekadenz und Maßlosigkeit letztendlich sich und andere in Unglück und Elend gestürzt haben. Jeder musste sie in der Schule lesen, aber eine Lehre hat offensichtlich niemand daraus gezogen.

Bei den alten Römer wurde mal ein Pferd zum Senator ernannt. Kein Wunder, dass so eine dekadente Zivilisation eines Tages unterging. Dabei hat es sich bei dem Pferd immerhin um ein erfolgreiches Rennpferd gehandelt, was man vom bankrotten Bauunternehmer Rosenstiel nicht behaupten kann. Trotzdem wurde er zum Stadtbaumeister von Löffingen ernannt. Das hat der Stadt bislang 20.000.000 € Schulden eingebracht. Dafür kann jetzt der Schneepflug in einer geheizten Halle abtauen, die städtischen Blumen und Tomaten stammen aus dem eigenen städtischen Gewächshaus und Wassertanks und verzinkte Laternenmaste können endlich unter Dach gelagert werden …

Dafür stehen jetzt andere im Regen :

Quelle :  http://www.badische-zeitung.de/loeffingen/ueberlaufener-markt-wohnungen-in-loeffingen-werden-knapp

Wer hätte das geahnt ?

Der alleroberste Clanchef ist doch vor kurzem noch mit dieser Botschaft um die Welt gereist :

In diesem kurzen video erklärt er, was er selber von sich hält :

Dieser in dem video beschriebene Umstand ist auch ein wesentlicher Bestandteil der ganz speziellen Dekadenz der Löffinger Kommunalfaschisten. Durch Lügen und Betrug haben sie beim Amtsgericht Neustadt ein Räumungsurteil für einen Wohnplatz erwirkt, für den sie selber eine Anmeldebestätigung als Wohnadresse ausgestellt haben.
Eigentlich müssten sie doch Leute, die alternative Wohnplätze schaffen, fördern und unterstützen, weil jeder, der sich für einen alternativen Wohnplatz entscheidet, einen konventionellen Wohnplatz frei macht.
Aber mit dem Denken haben sie es nicht so im Löffinger Rathaus …

Eigentlich wäre am nächsten Mittwoch, den 28.November, erneut die Möglichkeit gewesen, die Löffinger Gestörten samt ihrem mental beeinträchtigten Prozessbevollmächtigten und dem halben Gemeinderat live und in Farbe mit zu erleben. Mittlerweile hat sogar der Amtsgerichtsdirektor den Fall übernommen :
(obwohl es eher ein Fall für einen Amtsarzt ist …)

Aber der Termin wurde wieder aufgehoben :

Immerhin haben sie es diesmal rechtzeitig bekannt gegeben. Das war beim letzten Mal nicht so ….

Viele „Löffingen-macht-platt“-Leser werden sich jetzt zusammen mit mir fragen, warum schon zum dritten oder vierten Mal ein Termin aufgehoben wurde. Klar, es kann schon so sein, dass beim Gericht viel los ist, aber der Termin war seit 2 Monaten angekündigt und es wird ja wohl auch beim Gericht der Reihe nach gehen. Ausserdem wissen sie genau, dass alles im Internet kommt und dass nach einer weiteren Terminabsage so langsam bei den Lesern Zweifel aufkommen könnten, ob die deutsche Justiz überhaupt noch handlungsfähig ist.

Ich habe da eine ganz andere Theorie, denn ich bin ja bekanntlich Verschwörungstheoretiker. Ich vermute, dass hinter den Kulissen erst mal ein paar Sachen geklärt werden müssen, weil der Blitz aus Stuttgart ordentlich eingeschlagen hat. Das ist natürlich nur eine Vermutung, die meinem Wunschdenken entsprungen ist. Völlig ausgeschlossen ist es aber nicht.

Völlig ausgeschlossen ist nur, dass auch der Amtsgerichtsdirektor in Mutterschutz gegangen ist ….


Porno für Juristen

17.11.2017

Porno für Juristen

Hallo und herzlich willkommen, liebe Freunde der Internet-Pornographie !!

Dieses Bild war schon mal auf „löffingen-macht-platt“ zu sehen, und zwar in diesem Beitrag.
Ich habe es dann raus gemacht, weil sich eine Leserin auf den Schlips getreten fühlte.
Dieses Bild hatte ich ausgewählt, weil die Dame auf dem Bild die Stadtverwaltung Löffingen symbolisieren sollte, bei der es ja auch ziemlich Unappetitliches zu sehen gibt, wenn man sich ihren Intimbereich mal näher betrachtet.

Eine von der Stadt Löffingen beauftragte Fachkanzlei für Medienrecht hat dieses Bild zum Anlass genommen, um sich an die Firma zu wenden, von der ich Server-Kapazität für diese Internetseite gemietet habe, und sie bedrängt, sie solle meine Internetseite löschen, da es sich um eine pornografische Seite handle.

Zum Glück gibt es Leute, die sich nicht gleich in die Hose machen, wenn sie Post von einem Anwalt bekommen, und mein webhoster hat den Herrschaften geantwortet, dass es sich bei dieser Internetseite -man mag sie gut finden oder nicht- um das geistige Eigentum des Erstellers handelt und er nicht vorhabe, dass Eigentum eines anderen zu zerstören nur wegen einem freizügigen Bild, dass so oder in ähnlicher Art zigtausendfach im Internet absolut legal und frei zugänglich zu finden ist. Er selber würde sich dadurch strafbar machen und sich Schadensersatzforderungen in nicht unbeträchtlicher Höhe aussetzen.

Seitdem herrscht wieder Ruhe. Die Fachkanzlei für Medienrecht hat ihre Aktivitäten eingestellt, vermutlich nicht, ohne sich dafür über die städtischen Rechtsschutzversicherung reichlich entlohnen zu lassen …

Aber ich muss eingestehen, dass diese Juristen mit ihrer Einschätzung gar nicht mal so falsch liegen.
„Löffingen-macht-platt“ versteht sich als Türöffner zu den intimen Gemächern der Amtsstuben und Amtsgerichte und möchte mal schauen, wer da mit wem unter einer Decke steckt. Kein Viagra der Welt macht potenter als ein Dienstausweis oder eine Prozessvollmacht, und der Leser kann sich genüsslich zurück lehnen und mitverfolgen, wie eine Horde von Testosteron-Monstern ihren Samenstau dadurch auflösen möchte, dass sie es einem aufmüpfigen Bürger mal so richtig besorgen, nur weil der sich partout nicht betrügen lassen will.

Ich erinnere mich noch daran, dass ich vor vielen vielen Jahren mal mit ein paar Kumpels die Schule geschwänzt habe und wir nach Freiburg getrampt sind, um dort im Kino einen Porno zu gucken. Da stockte einem der Atem und das Herz schlug im Hals. Das war es also, was sie immer verheimlichten, was sie unter Bikinis und Badehosen versteckten, was schmutzig und verboten war. So war es in den 1970ern, und niemand wäre auf die Idee gekommen, dass sich 40 Jahre später die Grundschüler Pornos von Handy zu Handy schicken.

Heute schaue ich keine Pornos mehr. Für mich ist Pornografie die Perversion von Sexualität, so wie Justiz die Perversion von Gerechtigkeit ist.

Jedenfalls schaue ich nicht das, was man allgemein unter Pornografie versteht. Wer keine Pornos guckt, wird automatisch bei der Polizei verdächtig, und vielleicht ist das ja der Grund, warum andauernd Ermittlungsverfahren gegen mich laufen …

Ich möchte mich aber auf gar keinen Fall irgendwie moralisch überheben gegenüber den unzähligen Millionen von Pornogucker*Innen, die mit ihrer Pornosucht das Internet gelegentlich an den Rand seiner Kapazität bringen. Ich habe mich einfach nur spezialisiert. Bei mir gibt es auch von Zeit zu Zeit Momente, wo ein wenig Stimulanz und Nervenkitzel nicht schaden könnte, und dann ziehe ich mir auch ein Filmchen aus dem Internet rein …

Doch beim juristischen Voyeurismus ist Vorsicht geboten. Sensible Menschen müssen bereits zu ihren Herztabletten greifen, wenn sie nur vom bunten Treiben mancher Juristen in der Zeitung lesen, so wie hier oder hier oder hier. Andere brauchen den zusätzlichen akustischen und visuellen Kick, um auf 180 zu kommen …

Wenn es mir eiskalt den Rücken runter laufen soll, dann schaue ich mir die alten Schwarz-Weiss-Filmchen mit der Hauptdarstellerin Justitia an. Eigentlich ist Justitia eine freie und unabhängige Dame, aber im Lauf der Geschichte hatte sie Phasen, wo sie sich einfach aufs Bett legt, die Beine breit macht und selbst einen Drecksack wie den Adolf drüber gelassen hat. Hinterher tut ihr dann alles furchtbar leid, sie habe aus der Geschichte gelernt und so was dürfe und werde nie wieder vorkommen etc.
Die Botschaft hört man wohl, allein es fehlt der Glaube …

Das folgende Filmchen stammt aus dem Jahr 1944. Es handelt sich sogar um einen perversen Porno. Der dominante Akteur sagt gleich am Anfang, um was es geht : PERVERS !!
Ein Porno ist immer dann pervers, wenn keine Interaktion auf Augenhöhe stattfindet, sondern wenn der dominante Akteur den unterlegenen Akteur einfach mal so richtig durchfickt.

In dem Filmchen wird auch völlig verdreht, wer der schäbige Lump und das Häufchen Elend ist.
Es handelt sich um einen echten Quickie. Der dominante Akteur kommt schon nach 50 Sekunden zum verbalen Orgasmus …

Warnhinweis !!

Der nachfolgende Porno ist für Juristen unter 50 Jahren nicht geeignet !!


Nachtrag :

Der Anlass für diesen provokanten und grenzwertigen Beitrag ist, das ein Ermittlungsverfahren gegen mich betrieben wird wegen „Verbotener Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen“. Mittlerweile ist die Staatsanwaltschaft bereit, das Verfahren unter Auflagen einzustellen. Beim Erfüllen der Auflage würde weder ein Eintrag im Bundeszentralregister noch im Fahreignungsregister erfolgen. Auflage ist, dass gewisse Gerichtsunterlagen aus dem Internet entfernt werden. Übersetzt heisst das :  „Mach die Gerichtsunterlagen raus oder dein Führerschein ist weg “

Diese neuartige volkspädagogische Maasnahme wurde im Juni 2017 von Reichsjustizminister Heiko Maas eingeführt und kann seitdem in Anwendung gebracht werden.

http://www.autozeitung.de/fuehrerschein-entzug-straftat-bestrafung-fahrverbot-als-strafe-95851.html

Da fühlt man sich doch gleich an ehemalige Zeiten erinnert …

Mir ist schon bewusst, dass es ein himmelweiter Unterschied ist, ob es um Leben oder Tod geht oder ob es um ein paar Gerichtsunterlagen oder ( schlimmstenfalls ) um 6 Monate Fahrverbot geht.
Aber mir ist auch bewusst, dass es beim Adolf auch nicht gleich mit Konzentrationslager und Gaskammern angefangen hat. Damals werden die staatstragenden Organe auch erst mal ihren Pappenheimern eindringlich vermittelt haben, dass es besser für sie ist, vorsichtiger mit dem zu sein, was sie sagen, schreiben, veröffentlichen oder auch nur denken, wenn sie nicht in naher Zukunft laufen und in fernerer Zukunft am nächsten Baum hängen wollen.

Heutzutage kann man es sich überhaupt nicht vorstellen, aber es gab tatsächlich mal eine Zeit in Deutschland, da waren die Gutmenschen diejenigen, die Hitler gut fanden. In dem Filmchen kann man in kurzen Einspielungen ihre ekelhaften Fressen sehen, und wie sie teilnahmslos da sitzen und dadurch dem ganzen Prozedere zum Anschein der Legalität verhelfen.

Da fühlt man sich doch gleich an heutige Zeiten erinnert …

Damals war Deutschland auch ein Land, in dem man gut und gerne leben konnte, zumindest wenn man die selbe Meinung wie Hitler hatte. Der Adolf ist ja nicht einfach so vom Himmel gefallen, er wurde zum Kanzler gewählt. Ich war damals nicht dabei, aber ich vermute einfach mal, dass er deshalb gewählt wurde, weil er seinen Wählern klar machen konnte, dass er alternativlos ist, wenn sie in Zukunft nicht laufen wollen …

Wenn sich heute ein unbedarfter Smartphone-Junkie dieses Filmchen rein zieht, wird er sich als erstes fragen, was denn der Graf Schwanenfeld schlimmes gemacht hat, dass er derartige Hasskommentare der Staatsmacht über sich ergehen lassen musste. Die naheliegenste Vermutung wäre, dass es sich bei Graf Schwanenfeld um einen Reichsbürger gehandelt hat, aber das kann nicht sein. Also ich meine, es kann natürlich schon so gewesen sein, dass er ein Reichsbürger war, aber das war im 3.Reich ja schliesslich jeder …

Denkbar wäre auch, dass er die Rundfunkgebühren für seinen Volksempfänger nicht bezahlen wollte, vielleicht weil er gar keinen Volksempfänger hatte, aber dann hätte es doch ausgereicht, ihm seinen gräflichen Besitz zu pfänden ..

Es kann sich also nur um einen Linkspopulisten oder um einen arierfeindlichen Rassisten gehandelt haben …

 


Nachtrag 2 :

Ich möchte die Leser bitten, mir einen guten Rat zu geben :

Die Gerichtsunterlagen bis zur geforderten Frist rausmachen oder drin lassen ?

Was würdet ihr machen ?   Schreibt es mir über die Kommentare oder das Kontaktformular.

Es wird nur auf euern ausdrücklichen Wunsch hin veröffentlicht

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Hier ist noch ein interessanter link :

Anwalt nennt Gericht „schlimmer als Roland Freisler“ :   –>  Freispruch

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-muenchen-13ss8117-anwalt-beleidigung-senat-roland-freisler-meinungsfreiheit/

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Wer noch mehr Schweinekram lesen möchte :

http://www.freiewelt.net/nachricht/die-vision-die-merkel-bewegt-10072711/

Wie ich Honorarprofessor für Schärftechnik wurde

11.11.2017

Wie ich Honorarprofessor für Schärftechnik wurde

Der Mensch lebt nicht von Luft und Liebe allein. Von Zeit zu Zeit  muss auch ein gescheites Brot her …

Unter dieser Vorraussetzung betrat ich neulich am frühen Morgen eine Bäckerei. Ich kaufe mein Brot immer geschnitten, zum einen, weil ich es dann nicht selber schneiden muss, zum anderen, weil es mich immer fasziniert, wenn die Bäckereifachverkäuferin das Brot in ihr kleines Sägewerk legt und dann das Kreissägeblatt vor und zurück flitzt, um das Brot in Windeseile in verbrauchergerechte Portionen zu zersägen. Dann stelle ich mir immer vor, wie es wäre, wenn es bei uns im grossen Sägewerk genauso schnell gehen würde …

Doch die Bäckereifachverkäuferin in dieser Bäckrerei sagte zu mir: „Ich kann das Brot noch nicht schneiden. Es ist noch zu frisch und weich und würde nur zerfetzen.“
Ich sagte zu Ihr: „Gnädiges Fräulein, ich bin geboren, um zu forschen und Neuland zu betreten. Ich möchte sie höflich bitten, jetzt das Brot in das Sägewerk zu legen, damit ich schauen kann, was passiert. Ich werde den vollen Preis bezahlen, auch wenn das Brot hinterher zerfetzt ist. Die Fetzen werde ich zusammen mit der Wurst und dem Senf in einen Topf geben und das ganze dann mit den Händen essen. Damit könnte ich einen Beitrag zu einer bunten und vielfältigen Vesperpause leisten.“

Mancherorts ist der Kunde noch König, und die Bäckereifachverkäuferin ging daran, den Auftrag auszuführen. Nachdem sie die Maschine ausgeschaltet hatte, sagte sie: „So schlecht ist das Ergebnis  gar nicht. Ich glaube, das liegt daran, dass der Chef gestern ein nagelneues Sägeblatt eingebaut hat. Das ist noch total scharf.“

Ich sagte zu ihr: „Gnädiges Fräulein, auch das Brotsägen ist ein zerspanendes Verfahren. Das sehen sie an den Spänen, die sich in der Maschine befinden und die sie fälschlicherweise als Paniermehl bezeichnen. Die Schärfe der auftreffenden Werkzeugschneide ist nur eines von mehreren Parametern, die für die Schnittqualität ausschlaggebend sind. Dazu kommen noch Schnitt-, Span- und Keilwinkel des Sägezahns, Dicke, Umfang und Drehzahl des Sägeblattes sowie der Werkstückvorschub, der in diesem Fall allerdings nullkommanull beträgt, weil das Brot während des Zerspanungsvorgangs eine stabile Position eingenommen und diese nicht verändert hat. Um das Verfahren zu optimieren, empfehle ich ihnen, die Sägeblattdicke zu halbieren, die Drehzahl des antreibenden Motors zu verfünffachen und den Spanwinkel an jedem Sägezahn auf 17,5° runter zu feilen. Dadurch müssten sie ein Schnittbild erreichen, dass keine Wünsche mehr offen lässt.“

Die Bäckereifachverkäuferin lächelte etwas verlegen und sagte: „Da muss ich aber erst mal den Chef fragen.“

Es war noch eine Kundin in der Bäckerei, die sich bis dahin zurückhielt, aber dann freudestrahlend auf mich zu kam und sagte: „Sie hat der Himmel in diese Bäckerei geschickt !“
Ich sagte: „Aber nein, Gnädige Frau, nicht der Himmel, sondern der Hunger hat mich in diese Bäckerei geschickt.“  Die gnädige Frau lachte kurz und schrill, zog mich zu einem der Stehtische, spendierte mir einen Kaffee und sagte:

„Schauen Sie, es ist so:
Ich bin die Rektorin der Dualen Hochschule für Kochen und Backen. Es ist mir schon lange ein Dorn im Auge, wie unsere Studentinnen mit stumpfen Messern rum schnibbeln und mit stumpfen Sägen Steaks und Koteletts abtrennen. Deshalb sucht unsere Hochschule jemanden, der bereit wäre, sein umfassendes Fachwissen an die nachfolgende Generation weiter zu geben. Ich habe gleich gemerkt, dass sie eine Koryphäe auf dem Gebiet der Schärftechnik sind.
Könnten Sie sich vorstellen, als Honorarprofessor für Schärftechnik in unserer Hochschule tätig zu werden ?“

Ich sagte: „Gnädige Frau, seit Frau Dr. Merkel Bundeskanzlerin ist, kann ich mir alles, wirklich alles vorstellen.“

Die gnädige Frau lachte eine weiteres Mal kurz und schrill, schaute mich dann aber mit ernster Miene an und sagte: „Ihnen wird hoffentlich bewusst sein, dass es für diese verantwortungsvolle Tätigkeit besondere pädagogische Fähigkeiten braucht.“

Ich sagte: „Gnädige Frau, meine pädagogischen Fähigkeiten -ich darf es in aller Bescheidenheit anmerken- übertreffen meine fachlichen Kompetenzen bei weitem.“

„Wunderbar“, sagte die gnädige Frau. „Sie werden ab sofort immer montags früh die erste Vorlesung halten, damit unsere Studentinnen die Woche über scharfes Besteck und Werkzeug zur Hand haben. Ich erwarte Sie also am nächsten Montag um 11:30 Uhr.“

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, es muss erst mal das Geld her, um es kaufen zu können.
So ein Professor zieht Kohle ohne Ende, und deshalb begab ich mich am nächsten Montag zur Hochschule. Mir war bewusst, dass Bildung nur funktionieren kann, wenn von Anfang an klar ist, wer der Barthel ist und wo er den Most holt. Ausserdem stand in meinem Lehrauftrag, ich hätte die Aufgabe, junge Menschen auf ihre Zukunft vorzubereiten. Unter dieser Voraussetzung betrat ich Punkt 11:30 Uhr den Hörsaal, worauf mir ein vielstimmiges „Guten Morgen“ von den Studentinnen entgegen schallte. Ich sagte:

„Ich gehe davon aus, das ich diese beiden dunkeldeutschen Worte aus völkischen Zeiten heute zum letzten Mal gehört habe. Um so mehr freut es mich, dass wir uns als vorbildliche Demokraten darauf einigen konnten, in Zukunft folgende Begrüssungsformel zu verwenden :

Lang lebe die Bundeskanzlerin, die Deutsche Vielfältige Republik, unsere Duale Hochschule und unser Honorarprofessor !

Im weiteren Verlauf meiner ersten Vorlesung erzählte ich was über Werkzeugstahl, Metalllegierungen und den ganzen Schrott. Damit die Pädagogik nicht zu kurz kommt, gab ich den jungen Menschinnen zum Schluss noch einen guten Ratschlag mit auf den Weg. Ich sagte:

„Mädels !!   Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann ist es Stumpfheit. Deshalb ist es dringend geboten, dass ihr schärfer werdet, wenn ihr gute Noten von mir haben wollt.“

Als ich bei meiner zweiten Vorlesung nach der Begrüssungsformel in den Hörsaal schaute, stellte ich fest, dass die schwarzen Hosen noch enger und die Push-up`s noch upgepushter waren als in der ersten. Ich sagte:

„Mädels !!    Ihr habt mich falsch verstanden. Ich meinte die Schärfe des Verstandes. Ein scharfer Verstand lässt auch seinen Körper nicht verkommen. Fresst nicht so viel Schokolade, dann werdet ihr auch nicht fett.“

Damit hatte ich den pädagogischen Teil bereits zu Beginn der Stunde erledigt. Im weiteren Verlauf ging es um Abziehsteine. Ich sagte:  „Damit ein Messer seine endgültige Schärfe erreicht, kommen Abziehsteine zum Einsatz. Dabei führt euer rechtes Handgelenk die gleiche Bewegung wie bei einem handjob aus, nur das ihr in dem Fall einen Abziehstein in der Hand habt. Wie beim handjob auch wird ein Zusatzstoff verwendet, um übermässige Reibung zu verhindern. Beim Arkansas und Mississippi nehmen wir Öl, bei einem belgischen Brocken nehmen wir Wasser.
Ja bitte, eine Zwischenfrage … nein, ein belgischer Brocken ist kein Mann, ein belgischer Brocken ist ein Abziehstein …

Bis zum Ende der Stunde trainierten wir alle noch unser rechtes Handgelenk. Nach der Vorlesung wollte ich endlich Butter bei die Fische sehen und ging ins Büro zur Frau Hochschulrektorin. Ich sagte:

Lang lebe die Bundeskanzlerin, die Deutsche Vielfältige Republik, unsere Duale Hochschule und unsere Hochschulrektorin !

„Gnädige Frau, ich erlaube mir hiermit, Ihnen meine Kostennote vorzulegen. Für eine Koryphäe wie mich halte ich einen Stundensatz von 350 € für angemessen.“
Die gnädige Frau lachte kurz und schrill und sagte: „Sehr geehrter Herr Honorarprofessor, da haben Sie etwas falsch verstanden. Sie arbeiten hier für die Ehre und Würde, sich Professor nennen zu dürfen. Eine finanzielle Vergütung ist nicht vorgesehen.“

Ich sagte: „Sie meinen, ich bekomme nix, nada, niente, nullkommanull … nicht mal ein paar Tomaten aus dem Gewächshaus der Hochschule ?“

Die gnädige Frau lachte ein weiteres Mal kurz und schrill und sagte: „Ich bin mir sicher, dass ein aufgewecktes Kerlchen wie Sie Mittel und Wege finden wird, diese Ehre und Würde für ein Vorankommen in seinem Brotberuf nutzbar zu machen.“

Dumm gelaufen. Aber der Vertrag war unterschrieben und der Lehrbetrieb und der Brotberuf mussten weitergehen …

Ein paar Wochen später war ich wieder in der Bäckerei und stand in der Warteschlange, als mir plötzlich jemand von hinten auf die Schulter klopfte und sagte:  „Guten Morgen, Herr Honorarprofessor !“  Ich drehte mich um. Es war die Frau Hochschulrektorin. Ich sagte:

Lang lebe die Bundeskanzlerin, die Deutsche Vielfältige Republik, unsere Duale Hochschule und unsere Hochschulrektorin !

Ich zog sie zu einem der Stehtische, spendierte ihr einen Kaffee und ein grosses Stück Schokoladentorte und sagte:

„Gnädige Frau, ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich einer Dame, die meine Ehre und Würde vermehrt hat, zum Dank dafür auch noch eine Rechnung gestellt habe. Das war sehr unanständig und sexistisch von mir. Wie könnte unser soziales Gefüge dauerhaften Bestand haben, wenn wir nicht gegenüber den Grossen grosszügig und gegenüber den Kleinen kleinkariert wären ?  Für Leute  von unserem Stand und Bildungsgrad sind Ehre und Würde doch das einzigste, was bleibt, wenn alles andere schon längst die Scheissgasse runter gegangen ist.“

Die gnädige Frau lachte kurz und schrill und bestellte sich noch ein Stück Schokoladentorte.
Ich sagte:

„Unser Sägewerk hat -ich darf es in aller Bescheidenheit anmerken-  auf meine Anregung hin den Holzmarkt mit einem neuen und innovativem Produkt bereichert. Wir nennen es  Akademisches Bauholz®  

Dabei handelt es sich um Bauholz, das eine Qualitätsoptimierung erhalten hat, indem es von den Händen eines Professors berührt wurde. Pro Balken verlangen wir jetzt 10 € mehr, die meinem Konto gutgeschrieben werden. Unsere wöchentliche Produktionskapazität von 1000 Balken reicht fast nicht mehr aus, um die Nachfrage zu befriedigen. Die Kunden reissen uns unser Akademisches Bauholz® förmlich aus den Händen. Sie sind felsenfest davon überzeugt, dass ein Haus oder eine Lagerhalle niemals einstürzen wird, wenn Bauholz verwendet wird, bei dessen Herstellung ein Professor seine Finger im Spiel hatte.“

Die gnädige Frau bestellte sich noch ein grosses Stück Schokoladentorte und sagte freudestrahlend:
„Sehr geehrter Herr Honorarprofessor, Sie hat wirklich der Himmel an unsere Hochschule geschickt !“

Ich sagte: „Aber nein, gnädige Frau, es war nicht der Himmel, es war der Hunger nach Ehre und Würde, der mich geschickt hat.“  Die gnädige Frau lachte ein weiteres Mal kurz und schrill, bestellte sich ein weiteres Stück Schokoladentorte und sagte:

„Schauen Sie, es ist so:
Unsere Hochschule hat den gesetzlichen Auftrag, die Studierenden optimal auf die Zukunft vorzubereiten. Könnten Sie sich eventuell vorstellen, wöchentlich eine weitere Stunde ihrer kostbaren Lebenszeit zu opfern, um der nachfolgenden Generation zu vermitteln, worauf es wirklich ankommt im Leben ?

Wir suchen nämlich noch dringend einen Honorarprofessor für Profitmaximierung …


 

Löffinger Gemeinderat verbietet Glyphosat im städtischen Gewächshaus

01.11.2017

Löffinger Gemeinderat verbietet Glyphosat im städtischen Gewächshaus

Von unserem Lokalreporter

LÖFFINGEN.  Hoch her ging es bei der jüngsten Dringlichkeitssitzung des Löffinger Gemeinderats.
Anlass war die aktuelle europaweite Diskussion über das Pflanzenschutzmittel Glyphosat.
Löffingen als Stadt von überregionaler Bedeutung müsse sich zu diesem Thema eindeutig positionieren, eröffnete Bürgermeister Tobias Link die Sitzung. Glyphosat sei als krebserregend und erbgutverändernd eingestuft und habe in einer umweltbewussten Stadt wie Löffingen nix verloren.
Sowohl sein Vorgänger Norbert Brugger als auch Stadttomatenmeister Rosenstiel nahmen an der Sitzung teil.

Stadtrat Bernd Max Behnke erinnerte seine Ratskollegen daran, dass man seinerzeit wegen gesundheitlicher Aspekte dem Anbau von Tomaten im städtischen Gewächshaus einstimmig und in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt habe.
Es mache keinen Sinn, jahrelang Berge von Tomaten zu fressen, um nicht an Arteriosklerose und Herzerkrankungen zu erkranken, und dann an vom Glyphosat erzeugten Krebs zu verrecken.

Stadttomatenmeister Rosenstiel entgegnete, der Krebs gehe ihm voll am Sack vorbei. Sorgen bereite ihm vielmehr die erbgutverändernde Wirkung des Glyphosats. Dies könne im Hinblick auf die nachfolgenden Generationen an Löffinger Amtsträgern fatale Folgen haben. Für die herausfordernde Tätigkeit sowohl im Stadttomatenamt und im Rathaus allgemein, als auch im Löffinger Gemeinderat seien nur Personen mit einer ganz speziellen genetischen Disposition geeignet.

Stadtrat Bächle sprach sich gegen einen weiteren Anbau von Tomaten im städtischen Gewächshaus aus. Es sei zwar richtig, dass Tomaten nur 18 Kalorien pro 100g enthalten, aber eine Gewichtsreduzierung von Löffinger Gemeinderäten liesse sich effektiver erreichen, wenn sie sich mehr bewegen und mit dem Saufen aufhören würden.

Alt-Bürgermeister Norbert Brugger wies darauf hin, dass die städtische Tomate für alle im Rathaus oder Gemeinderat Beheimateten ein Stück Brauchtum und Identität darstelle. Die Tomate sei ein deutsch-kommunales Kulturgut. Ein Verzicht auf Tomaten wegen deren Verseuchung mit Glyphosat wäre nicht hinzunehmen. Ein Roter brauche seine Tomaten, so wie ein Brauner seine Kartoffeln. Er habe nicht vor, wegen Glyphosat auf Papayas und Kiwis umzusteigen. Er sei Sozialdemokrat und nicht zuletzt wegen den städtischen Tomaten schlage sein Herz noch immer einwandfrei links. Deshalb habe das Schutzgut „Löffinger Administrant“ Vorrang vor den finanziellen Interessen von Monsanto und der chemischen Industrie.

Daraufhin warf ein Sitzungsteilnehmer Brugger Rechtspopulismus vor. Man könne nicht 16 Jahre lang 160-fache Grenzwertüberschreitungen von Arsen und Quecksilber tolerieren und jetzt auf einmal so ein Geschiss um Glyphosat machen. Genausowenig könne man mit dem Geld der Bürger ein Gewächshaus für Tomaten bauen und dann die Tomaten vom Unkraut und den Ratten auffressen lassen. Er ermahnte die Verwaltung dringend, sämtliche tomatenerhaltenden Massnahmen zu ergreifen, um einer weiteren Verschwendung vorzubeugen.

Ein innovativer und konstruktiver Vorschlag kam während der Bürgerfrageviertelstunde auf den Tisch.
Ein Bürger teilte den Versammelten mit, dass Glyphosat nicht zwangsläufig versprüht werden müsse, um seine pflanzenschützende und menschenschädigende Wirkung entfalten zu können. Die Einbringung ins städtische Gewächshaus könne auch als wässrige Lösung erfolgen. Dazu regte er an, dass die Abonnenten bei der Tomatenübergabe ein weiteres kleines Geschäft an die Tomatenstauden verrichten.

Im weiteren schlug er vor, analog zur neuen Uni-Sex-Toilette im Löffinger Rathaus das städtische Gewächshaus im Benz-Gelände als Uni-Sex-Gewächshaus auszuweisen. Die Bedürfnisse für das Bedürfnis der zahlreichen Bi-, Trans-, Homo- und sonstigen Sexuellen in der Löffinger Administration und im Gemeinderat könnten so berücksichtigt werden. Er wies zudem auf den düngenden Effekt des Urinierens hin. Wer nimmt, der müsse auch geben. Wo sonst bestehe die Möglichkeit, zeitgleich sein Gewissen und seine Blase zu erleichtern ?

Diese Stellungnahme rief erneut den städtischen Tomatenmeister auf den Plan. Jeder, der an seine Tomaten seiche, werde den Advocaten Behnke L.M.A.A. kennenlernen. Ausserdem verwahrte sich Rosenstiel vehement dagegen, dass die städtischen Tomaten mit Arsen und Quecksilber verseucht seien. Es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefährdung für die Abnehmer bestanden. Man habe im kompletten, für das Gewächshaus vorgesehenen Bereich hinter der unsäglichen Lagerhalle den Mutterboden ausgetauscht und neuen unbelasteten Humus kommen lassen.

Die verbleibende kontaminierte Fläche habe man mit einer dicken Schicht aus rotem Mineralbeton bedeckt, auch den freien Platz vor dem Gewächshaus, der für die Anzucht von Jungpflanzen vorgesehen ist.

Diesen Platz habe man benötigt, weil sich ja im Gewächshaus die städtischen Tomaten befinden.

Zusätzlich habe man noch eine spezielle schwarze Folie auf den roten Mineralbeton gelegt

Damit sei sichergestellt, dass weder der Stadtgärtner noch die Jungpflanzen in Kontakt mit Arsen, Quecksilber und PAK geraten können

Bürgermeister Tobias Link dankte dem Stadttomatenmeister ausdrücklich für seine umsichtige Vorgehensweise. Sollte sich herausstellen, dass der Ertrag an städtischen Tomaten wegen des Verzichts auf Glyphosat zurück geht, werde man den Rückgang durch Erweiterung der Anbaufläche kompensieren. Link teilte dem Gremium mit, dass die Stadt eine Räumungsklage gegen die unsägliche Lagerhalle betreibt. Es sei angedacht, nach deren Verschwinden an dieser Stelle eine städtische Ketchup-Fabrik zu errichten.

Es meldete sich in der Sitzung noch eine Stimme zu Wort und sagte, soweit ihr, der Stimme bekannt sei, wäre die Fläche hinter den beiden grossen hölzernen Kabeltrommeln, auf der sich die unsägliche Lagerhalle befindet, seit Jahrzehnten vermietet, und es würde sie jetzt mal interessieren, ob die Stadt Löffingen damals ihrer Fürsorgepflicht gegenüber einem Bürger und Mieter nachgekommen sei und auch dort das Erdreich durch Mineralbeton und Schutzfolie ersetzt habe.

Der angesprochene Stadttomatenmeister Rosenstiel erwiderte, dass sei ihm scheissegal, zu seinem Aufgabenbereich gehöre nur, dass die städtischen Jungpflanzen und die Tomatenkonsumenten vor Gesundheitsgefährdung geschützt sind. Diesem Auftrag sei er vorbildlich nachgekommen. Ausserdem sei ihm eine Kontaminierung von städtischen Flächen nicht bekannt. Er forderte den Gemeinderat eindrücklich auf, einstimmig für ein Verbot von Glyphosat und für ein Verbot einer ganz speziellen Internetseite zu stimmen, damit ihm der Genuss der städtischen Tomaten nicht gänzlich verdorben werde.

Diesem Aufruf schloss sich Stadtrat Behnke L.M.A.A. an. Zugleich ermahnte er die Stimme, es nicht zu weit zu treiben, und stellte ihr eine Strafanzeige wegen Hochverrat in Aussicht. Bürgermeister Tobias Link verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, es werde der Stadt Löffingen gelingen, durch ein Verbot von Glyphosat im städtischen Gewächshaus ihren Ruf als liebenswertes Städtchen der Gesundheit und Menschlichkeit zu stärken. Der Bürger werde für einen Verzicht von Chemie auch den Verlust von ein paar Tomaten verkraften.

Es gebe schliesslich Schlimmeres als ein paar Ratten, die ein paar Tomaten fressen …

Shakespeare`s „King Norbert and MacBehnke“

25.10.2017

Shakespeare`s  „King Norbert and MacBehnke“

William Shakespeare war einer von denen, die keinen Scheissdreck schreiben. Bei ihm war jeder Satz wie in Marmor gemeisselt, um die Jahrhunderte zu überdauern und alle Generationen nach ihm in Ehrfurcht erschauern zu lassen, wenn sie ihn lesen. Wenn es sich auch noch reimt ist es richtig gut. Einer der wo soviel drauf hat wie Shakespeare braucht auch keine Kraftausdrücke, um sein Anliegen rüberzubringen. Er war bestimmt deshalb so vorsichtig, weil er genau wusste, dass es noch 400 Jahre später die Schulkinder lesen und auswendig lernen müssen …

Shakespeare hat eine Menge Tragödien und Dramen verfasst wie

King Lear

oder Hamlet

oder Macbeth

oder „The Tragody of King Richard IV:“

Leider ist Shakespeare  schon lange tot, aber ich denke mal, er wird von oben aus zuschauen und dabei kann ihm nicht entgangen sein, dass sich derzeit in Löffingen in Bad Old Germany eine geradezu ideale Vorlage für ihn bietet, um einmal Drama, Tragödie und Komödie zusammenzufassen zu einem weiteren Meisterstück des Theaters.

Kennst du das Land wo die Tomaten blühn ?

Nein ?  –  Dann wird es aber Zeit. Wo sonst gibt es soviel Intrigen, Ränkespiele, Machtdrang, Eifersucht, Hass, Begehren wie in Tomatistan?  Wo sonst gibt es ein ganzes Rathaus voller angesehener und machtvoller tragischer Helden, die immer tiefer fallen, ohne das ein Zuschauer mit ihnen leidet ? ( zumindest keiner von der Bürgerinitiative …)

Also hat Shakespeare nochmal zur Feder gegriffen und weil er ein Pfundskerle ist, lässt er auch andere Geistesgrössen wie Goethe, Paulchen Panther, Friedrich Schiller oder Norbert Brugger ( um nur mal die wichtigsten zu nennen …)  in seinem neuen Werk zu Wort kommen.

Wie in jedem anständigen Stück gibt es einen Prolog und einen Chor, der bei jeder Gelegenheit seinen Senf dazu gibt. Aber genug der Vorrede. Vorhang auf !!

 

Shakespeare`s  „King Norbert and MacBehnke“

Ein komisches Drama in ? Akten

Personen :   King Norbert, MacBehnke, Stadtbaumeister, Richter, Beklagter, Chor

Prolog

1.Szene

Die Festhalle ist voll besetzt. King Norbert wird von MacBehnke zum König gekrönt

MacBehnke :                So sprecht nun die Eidesformel

King Norbert :          Wir wollen sein ein einig` Pack von Betrügern
                               in keiner Not uns trennen und Gefahr

Der Stadtbaumeister tritt hinzu :

Stadtbaumeister :           Ich sei, gewährt mir diese Bitte
                                 in euerm Bund der Dritte

.

Erster Akt

1.Szene

Im Sitzungssaal des Amtsgericht. Anwesend sind King Norbert, MacBehnke, der Stadtbaumeister und der Beklagte. Die Richterin betritt im schwarzen Morgenmantel den Saal. Alle Anwesenden erheben sich und setzen sich auf ihr Geheiss wieder hin

Chor :                  Edel sei der Richter, hilfreich und gut
                        denn das unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen

Richterin zum Beklagten :              Sagt an, O schöner Jüngling
                                                Wo ist euer Advocat ?

Beklagter :                 Bin weder jung noch schön
                             kann alleine vorm Gerichte stehn

Chor :                   Das Internet im Haus erspart den Advocaten

Richterin zu MacBehnke :   Sagt an, O MacBehnke : Wie kommt ihr zu der Annahme,  der Beklagte habe Unrat vor dem Wertstoffhof abgeladen ?

MacBehnke :                Das hat mir die städtische Lerche erzählt

Beklagter :                    Es war die Nachtigall und nicht die Lerche

MacBehnke :            Der Beklagte ist Handlungs- und Besitzstörer gem § 1004 BGB

Beklagter :           Mich dünkt, der Alte spricht im Fieber

Chor :                                  Mit des Rathaus` Mächten
                                     ist kein ew`ger Bund zu flechten

MacBehnke :    Ich teile dem Gericht mit, dass mich der Beklagte wegen meiner Funktion als Verteidiger von Sexualstraftätern beleidigt hat

Beklagter :           Wer reitet so spät durch Nacht und Wind ?
                            Es ist der Pädophile mit seinem Kind !

MacBehnke :   Ein Kinderschänder ist eine arme Sau, die unserer Hilfe und Unterstützung bedarf

Beklagter :               Schwein oder nicht Schwein – das ist hier die Frage !

Richter zu MacBehnke :        Warum spricht nicht King Norbert für das Königreich Tomatistan
                                         O MacBehnke, wer seid ihr eigentlich ?

MacBehnke :           Ich bin ein Teil von jener Kraft
                           die stets das Gute will doch stets das Böse schafft
                           so ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz das Böse nennt
                           mein eigentliches Element

Chor :      Wahnsinn bei Großen darf nicht ohne Wache gehen

Richter ( ruft King Norbert in den Zeugenstand ) :    Sagt an, O King Norbert  :   Habt ihr dem Beklagten für die Aufgabe seines 2.Pachtvertrages die Nutzung der Fläche hinter seiner Lagerhalle gestattet ?

King Norbert :               Es kann so gewesen sein

Richter :     Seid ihr noch ganz sauber oder was ?   Wieso erinnert ihr euch noch an das, was der Beklagte gesagt hat, aber nicht mehr an das, was ihr gesagt habt ?

MacBehnke :       Einspruch, Euer Ehren !
                        King Norbert ist Ehrenbürger von Tomatistan und hat die Stauffermedaillie

Chor :              Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet
                    weit mehr als Gold, ein wenig überstäubt

King Norbert :                Es gibt Dinge an die man sich erinnern kann
                                 und es gibt Dinge, an die man sich nicht erinnert

Gute Zitate von schlechten Bürgermeistern

 

Chor :           Im Überfluss zu sündigen
                  ist schlimmer als Lüg` aus Not
                  und Falschheit zeigt sich böser
                  im König als im Bettler

Richterin ( ruft den Stadtbaumeister in den Zeugenstand ) :

Beklagter :            Natur bringt wunderliche Käuz` ans Licht

Chor :                 Gott schuf ihn, also lasst ihn für einen Menschen gelten

Richterin :       Der Beklagte hat jahrzehntelang den königlichen Wald aufgeräumt und dabei unentgeldlich Jungbestandspflege in erheblichem Umfang durchgeführt

Chor :                                Drum prüfe, wer sich ewig schindet
                                    ob sich nicht was Bess`res findet

Stadtbaumeister :       Wir brauchen eine sichere Zufahrt zum Gewächshaus

Chor :                                Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan,
                                    der Mohr kann gehen

Richterin zum Stadtbaumeister :             Nun sag, wie hast du`s mit der Religion ?
                                                        allein ich glaub`, du hältst nicht viel davon

MacBehnke :              Einspruch, Euer Ehren !   Der Zeuge Rosenstiel wurde als einer von 8 Kandidaten in den 8-köpfigen Pfarrgemeinderat von Tomatistan gewählt

Chor :                   Wenn dies auch Wahnsinn ist, so hat es doch Methode

Richterin :    Ist es nicht riskant, ein Blockheizkraftwerk im Siedlungsbereich zu bauen ?

Chor :              Mit der Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens

Stadtbaumeister :    Von einem Blockheizkraftwerk ist mir nichts bekannt

Beklagter :         Tausend mal berührt
                       tausend mal ist nix passiert
                       tausend und eine Nacht
                       und es hat „Buummm“ gemacht

Richterin : Beklagter, schildern sie den Umgang des Stadtbaumeisters mit den Pächtern im Benz-Gelände

Beklagter :               Alle seine Entchen
                           schwimmen im Klosett
                           drückt er auf ein Knöpfchen
                           sind sie alle weg

Chor :                      Da sitzt er nun, der kluge Tor
                            und ist so arm als wie zuvor

MacBehnke :            Er denkt zuviel  –  das macht ihn gefährlich !

Chor :                       Etwas ist faul im Staate Tomatistan !

Richterin :               Die Zeit ist schon ziemlich fortgeschritten
                           Ausserdem habe ich keine Lust mehr, mir euer Geschwätz noch länger anzuhören
                           Die Verhandlung ist geschlossen !

Beklagter :                Wer hat an der Uhr gedreht
                            ist es wirklich schon so spät
                            soll das heissen, liebe Leut`
                            mit dem Gericht ist Schluss für heut ?

Richterin :                 Heute ist nicht alle Tage
                             wir sehn uns wieder – keine Frage


2. Akt demnächst in diesem Theater …

 

 

Stellungnahme des Umweltministeriums zum Löffinger Benz-Gelände

20.10.2017

Stellungnahme des Umweltministeriums zum Löffinger Benz-Gelände

Der Herr Ministerialdirigent versucht sich ein Bild der Situation zu machen. Dazu benötigt er auch die Informationen und Sichtweisen der Stadt Löffingen. Das ist völlig ok. Woher soll auch er wissen, was sich im Löffinger Rathaus für ein besonderer Menschenschlag tummelt ?
Die Stadt Löffingen erzählt dem Landratsamt was und das Landratsamt leitet es an das Umweltministerium weiter.
Der Herr Ministerialdirigent hat vom Landratsamt folgendes Schreiben erhalten :

Die Sache ist beim Amtsgericht Neustadt anhängig. Nein, nicht wegen mir. Ich bin der Beklagte. Die Stadt Löffingen ist angetreten, die rechtswidrigen Zustände im Benz-Gelände zu beseitigen. Ich möchte dabei nur tatkräftige Unterstützung leisten …

Das ist das Schreiben der Stadt Löffingen ans Amtsgericht Neustadt :

Leider reichen die geistigen Kräfte des Löffinger Bürgermeisters offenbar nicht aus, um sich folgende Fragen zu stellen :

Wieso ist das Gesundheitsamt involviert, wenn keine Gesundheitsgefährdung vorliegt ?

Wieso muss man etwas überwachen und verfolgen, das nicht gefährlich ist ?

Warum wird das Benz-Gelände nicht in die Kanalisation entwässert, sondern über einen eigens errichteten Kanal in die Wutach ?

Wo ist die erwähnte Teilnehmerliste ?

Immerhin gibt es jetzt eine neue Variante zum legendären  „Es kann so gewesen sein …“  :

„Uns ist nicht bekannt …“

Ich denke mal, es werden sich noch genug Löffinger Bürger an den Asphaltbröselhaufen erinnern und an den Terror mit der Zerhackerei. Und eine begrünte Fläche sieht irgendwie anders aus …

Richtig interessant wird es, wenn der Stadt Löffingen nicht bekannt ist, dass man da wohnen darf wo man wohnt.
Dann ist man illegal und es wird alles unternommen, dass man dahin verschwindet, wo der Pfeffer wächst.
(Natürlich nur, wenn man das Pech hat, einer hellhäutigen Rasse anzugehören )
Da nützt auch eine offizielle Anmeldebestätigung als Wohnadresse nix …

Wenn man die Lügen der Stadt Löffingen ans Umweltministerium nicht so stehen lassen will, bleibt einem nur die mühselige Arbeit, alles aufzudröseln und die entsprechenden Beweise zu erbringen. Das sollte einerseits mit der diesem Pack angemessenen Schärfe erfolgen, andererseits aber ohne ein erneutes geselliges Beisammensein mit Richter und Staatsanwalt zu veranlassen …

Hier ist mein Versuch :

Anlage 1

Anlage 2

Anlage 3

Anlage 4

Anlage 5


PS.:

Mittlerweile hat der Direktor des Amtsgericht Neustadt das Verfahren übernommen

Die nächste Verhandlung findet am 28.November 2017 um 10:00 Uhr statt

Demnächst mehr …

Die Tomatenzwangsabgabe

12.10.2017

Die Tomatenzwangsabgabe

Es war einmal …

… ein kleines Königreich hinter den schwarzen Bergen bei den vier Zwergen.

Eines Morgens wachte der König schweissgebadet in seinem Bett auf. Er hatte einen furchtbaren Alptraum gehabt. Er liess sogleich seine Kämmererzofe rufen und sagte zu ihr :  O Kämmererzofe, ich habe einen furchtbaren Alptraum gehabt. Ich habe geträumt, dass der Gerichtsvollzieher an meinem königlichen Schloß klingelt und seine Wachmänner mich zur Erzwingungshaft in den Kerker bringen, weil ich 21.000.000 Taler Schulden habe.

Da sagte die Kämmererzofe :  O mein Herr und Gebieter, es ist völlig ausgeschlossen, dass ihr in den Kerker müsst, weil ihr 21.000.000 Taler Schulden habt. Nur Untertanen müssen in den Kerker, wenn sie Schulden haben. Ihr aber seid der König.

Es mag ja so sein, wie du es sagst, antwortete der König, aber die Scheisse an der Sache ist, dass ich immer erzähle, ich wäre nur der Erste unter Gleichen und ein Diener des Volkes und dass ich immer rechtswidrige Zustände beenden möchte. Jetzt habe ich mitbekommen, dass man für 15 Taler Schulden einen Tag in Erzwingungshaft muss.

Und weil die Kämmererzofe so gerne und gut mit Zahlen jongliert, hat sie sich sogleich vor ihren Rechenschieber gekniet und die drei heiligen Worte gesprochen :

Lasset uns rechnen !

21.000.000  :  15  =  1.400.000

1.400.000 Tage  : 365  =  3.836 Jahre

O Majestät, ich habe es ausgerechnet :  Bei 21.000.000 Talern Schulden bekommt ihr

3.836 Jahre Erzwingungshaft

Da wurde der König zornig und seine Birne wurde rot wie eine Tomate. Er schrie die Kämmererzofe an :

Warum zum Teufel haben wir eigentlich 21.000.000 Taler Schulden ?

Das musst du den Hofnarren fragen, sagte die Kämmererzofe. Er leitet heisses Wasser durch unterirdische Rohre, er hat eine beheizte Halle gebaut, damit der Schnee vom Schneepflug abtauen kann und er hat ein beheiztes Gewächshaus gebaut, damit wir auch im Winter unsere Tomaten haben.

Man bringe den Hofnarren zu mir, schrie der König, und bald darauf erschien ein wunderliches Männlein, das sich wunderte, dass der König eine knallrote Birne hatte, so knallrot wie eine Tomate …

Höre, Hofnarr , schrie der König , ich habe echt keinen Bock wegen dir 3.836 Jahre Erzwingungshaft zu bekommen. Der Hofnarr bemerkte, dass es langsam brenzlig wurde und sagte :  O mein Herr und Gebieter, wenn die Untertanen deine bzw. meine Schulden baldmöglichst zurück zahlen, dann musst du gar nicht in Erzwingungshaft.

Die Laune des Königs verbesserte sich schlagartig und er träumte schon davon, dass er wieder ruhig ohne Alpträume schlafen könnte. Aber er hatte noch seine Zweifel und fragte deshalb den Hofnarren :  Wie soll es möglich sein, dass 8.000 Untertanen baldmöglichst 21.000.000 Taler Schulden zurück zahlen ?

O Majestät, sagte der Hofnarr, wie ihr wisst ist meine Schwester im Geiste die Kaiserin von Germanistan und sie hat ein Prinzip eingeführt, das auch bei uns die Kassen klingeln lassen könnte. Ich schlage folgendes vor :

Wir führen für alle Untertanen eine Tomatenabgabe ein. Diese Tomatenabgabe ist vorerst nur für jeden Stuhl und für jedes Pferd abzuführen. Ich stehe bereit, um die Leitung des Beitragservice zu übernehmen.

Nun wäre der Hofnarr nicht der Hofnarr, wenn er jemals eine vernünftige Idee gehabt hätte. Auch der König hatte so seine Zweifel, denn selbst er musste die Abgabe der Kaiserin von Germanistan abführen, um sich ihre Propaganda anhören und anschauen zu dürfen, und er hatte sich schon mehr als einmal gefragt, od dies alles rechtmässig ist. Deshalb sagte der König :   Man bringe den Advocaten zu mir !

Bald darauf erschien ein weiteres wunderliches Männlein, das sich wunderte, dass der König einen Advocat brauchte, wo er doch selber Advocat war, bevor er zum König gesalbt wurde …

Höre, Advocat,  sagte der König. Der Hofnarr möchte in unserem Königreich eine Tomatenabgabe einführen. Wie ist dieses Ansinnen rechtlich zu bewerten ?

O Majestät, sagte der Advocat,  die Kaiserin argumentiert, dass die Abgabe nicht erhoben wird, weil ein Untertan eine Leistung in Anspruch genommen hat, sondern weil er eine Leistung hätte in Anspruch nehmen können. Wenn wir demzufolge argumentieren, dass unsere Tomatenabgabe nicht erhoben wird, weil ein Untertan Tomaten gefressen hat, sondern weil er Tomaten hätte fressen können, dann sind wir auf der sicheren Seite. Es ist ausser Frage, dass man sowohl auf einem Stuhl als auch auf einem Pferd Tomaten fressen könnte. Ich bin jederzeit bereit unter Eid auszusagen, dass ich schon mal Untertanen gesehen habe, die beim Reiten Tomaten gefressen haben …

Allerdings schlage ich vor, dass wir die Aktion mit Zwangsmassnahmen begleiten. Ausserdem sollten wir sie von deinen Abnickern der Tafelrunde abnicken lassen, damit sie einen demokratischen und rechtmässigen Anstrich erhält.

Nun wären die Abnicker nicht die Abnicker, wenn sie jemals eine unrechtmässige Vorgabe nicht abgenickt hätten. Die Tomatenzwangsabgabe wurde einstimmig in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Der König hatte noch eine letzte Frage an den Advocaten :  Sage mir, Advocat :  Was machen wir, wenn Untertanen die Tomatenzwagsabgabe nicht bezahlen wollen ?

O Majestät, mach dir keine Sorgen, antwortete der Advocat. Ich sage dir vorraus :  Wir werden schon ein moralisch total verkommenes Subjekt finden, das  für uns das Geld eintreibt …

.

Und so wurde die Tomatenzwangsabgabe eingeführt. Aber schon nach kurzer Zeit zeigte sich bei den Untertanen ein deutlicher Widerwille gegen die neue Abgabe. Manche Untertanen konnten oder wollten nicht einsehen, warum sie die Abgabe mehrfach entrichten sollten, wo sie doch immer nur auf einem Stuhl oder auf einem Pferd sitzen und Tomaten fressen konnten. Viele Untertanen hatten eine regelrechte Tomatenallergie bekommen und einige mussten schon kotzen, wenn sie nur an Tomaten dachten …

Viele erinnerten sich auch daran, dass sie in der Schule gelernt hatten, man solle den Anfängen wehren, denn sie wussten genau, wie es weitergehen würde : nach der Tomatenzwangsabgabe kommt eine Apfelzwangsabgabe, dann eine Kartoffelzwangsabgabe und eines Tages würde eine Abgabe auf den Sauerstoff der eingeatmeten Luft erhoben, oder zumindest eine CO²-Abgabe auf die ausgeatmete Luft …

Doch die Folge für die Umsicht und Vorausschau dieser Untertanen war, dass sie von da an als Königreichsbürger eingestuft wurden, was noch eine Stufe unter Untertanen ist …

Und es kam genau so, wie es der Advocat vorraus gesagt hatte :

Eines Morgens wachte der König erneut schweissgebadet auf. Er hatte wieder einen furchtbaren Alptraum gehabt. Er liess sogleich den Advocaten rufen und sagte zu ihm : O Advocat, ich habe einen furchtbaren Alptraum gehabt. Ich habe geträumt, dass ich beim Gerichtsvollzieher eine Vermögensauskunft abgeben sollte wegen Schulden, die ich gar nicht gemacht habe. Ausserdem hat man mir die Pfändung meiner königlichen Bezüge angedroht wegen Schulden, die ich gar nicht gemacht habe. Es waren doch der Hofnarr und mein Vorgänger, die die Schulden gemacht haben.

Ich wollte doch nur auch mal König spielen. Die Omas und Opas zum 90ten Geburtstag besuchen und einen Sekt mit ihnen saufen. Von persönlicher Haftung eines Amtsträgers war nie die Rede. Jetzt werden sie mein letztes Hemd wegpfänden und mich in den Kerker stecken. Meine schöne goldene Krone wird in den Dreck fallen wo die Hühner drauf kacken …

Da sagte der Advocat : O mein Herr und Gebieter, jetzt mach dir doch nicht gleich in die Hosen. Es war nur ein Traum. Ein Gerichtsvollzieher ist ein Freiberufler ohne hoheitliche Befugnisse. Deine Angst und Unwissenheit haben dir einen Streich gespielt. Du spielst als König doch genau das selbe Spiel mit deinen Untertanen …

Man könnte dich nur über internationales Handelsrecht belangen. Dazu müsste man aber in einem internationalen Firmenverzeichnis oder anhand einer D-U-N-S® Nummer nachweisen, dass du Hauptverantwortlicher eines Unternehmens bist. Dann haftest du als deren Rechtsnachfolger auch für die Schulden deiner Vorgänger.
Aber du bist kein Unternehmer in einem Unternehmen. Du bist ein König in einem Königreich.

Da freute sich der König so sehr, dass er Freudentränen vor Freude weinte. Seitdem waren seine Alpträume weg und er konnte wieder seelenruhig schlafen.

Und wenn er nicht gestorben ist, dann schläft er noch heute …


Quelle

( ggfs. als Name „Stadtverwaltung Löffingen“ und die Postleitzahl eingeben und die Sicherheitsabfragen beantworten)


.


PS :

Ich war bei dem Termin bei der Gerichtsvollzieherin. Sie residiert in einer Absteige direkt neben dem Bahnhofsklo. Vermutlich ist dort die Miete besonders günstig, denn die Miete für ihr Büro muss sie selbst bestreiten, u.a. mit den Provisionen, die sie für ihre Geldeintreiberei erhält …

Quelle :   GVO  Gerichtsvollzieherverordnung

Die Dame konnte oder wollte selbst grundlegende rechtliche Fragen nicht beantworten. Deshalb war der Termin nach 5 Minuten zu Ende. Eine Vermögensauskunft habe ich nicht abgegeben.

Das Landgericht Tübingen hat grundsätzlich entschieden, dass eine Rundfunkanstalt keine Behörde ist.
Sie kann sich deshalb nicht selber vollstreckbare Titel ausstellen

https://www.urteilsbesprechungen.de/2016/12/18/lg-tuebingen-beschluss-vom-09-12-2016-5-t-28016/

Das ist der Beschuss im Wortlaut :

http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=21647

Der Richter des Landgericht Tübingen hat grundlegende rechtliche Fragen dieser Sache dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt :

https://online-boykott.de/ablage/20170814-layla-sofan-beschluss-dr-sprissler-lg-tuebingen/20170814-02-layla-sofan-beschluss-dr-sprissler-lg-tuebingen-beschluss.pdf

 

Die Sache bleibt bis zur abschliessenden Klärung durch den EuGH offen und spannend.
Wichtig ist jetzt, dass sich von den fast 5 Mio. Beitragsverweigerern möglichst wenige in die Hosen scheissen und soviel und solange wie möglich Sand ins Getriebe geben. Diese Banditen sollen ruhig mal ordentlich arbeiten müssen für ihren Judaslohn …

1000 € sind eine kalkulierbare Grösse. Die kann zur Not (fast) jeder jederzeit aufbringen.

Bei 21.000.000 € sieht es schon ganz anders aus …

 

Die Rechtsanwaltkammer Freiburg

07.10.2017

Die Rechtsanwaltkammer Freiburg

„Löffingen-macht-platt“ ist ein Forschungsprojekt, das sich mit der Zeit in eine ganze Reihe von Forschungsbereichen aufgespaltet hat. Ein nicht unwesentlicher Forschungsbereich ist dabei die Frage, ob es sinnvoller ist, sich alles bieten zu lassen, oder ob es nicht doch Möglichkeiten gibt, einer Gestalt wie dem Fachanwalt Prof.Bernd Max Behnke irgendwie beizukommen.

Das Problem beim Forschen ist, dass sich immer sofort neue Fragen aufwerfen, sobald man begonnen hat, über eine Frage nachzuforschen. Das kostet alles Zeit und Energie. Es gibt ja auch noch ein Leben ausserhalb von Justiz und Internet. Zwar trete ich derzeit beruflich kürzer und auch an meinem neuen Standort wächst das Geld auf den Bäumen, aber um da ran zu kommen müssen sie erst mal zersägt sein …

Bekanntlich musste ich meinen Standort in Löffingen räumen wegen eines Räumungsurteils des Amtsgericht Neustadt. Als Grund war angegeben, ich hätte dort illegale „Bauten“ errichtet. Damals war ich noch kein Forscher sondern ich habe andere machen lassen. Jetzt habe ich mal nachgeforscht und zu meinem grossen Erstaunen festgestellt, dass es im deutschen Baurecht den Begriff „Bauten“ überhaupt nicht gibt. Es gibt nur bauliche Anlagen, Gebäude und Wohngebäude.      Quelle

Da stellt sich dann schon die Frage :
Wie kann es möglich sein in einem Land, in dem man so gut wie nie zuvor lebt, dass man zum Teufel gejagt wird, weil man etwas gemacht hat, was es gar nicht gibt ?
Der derzeitige Stand der Forschung ist dieser :
Der damalige Jungrichter auf Probe hat einfach ohne nachzuprüfen alles übernommen, was ihm der „Professor“ Behnke aufgetischt hat. Vielleicht hatte er Angst, dass er sonst schlechte Noten vom Professor bekommt. So sind es die Grünschnäbel eben von der Uni her gewohnt …

Zum Glück ist der Herr nicht mehr am Amtsgericht tätig. Ob er gegangen ist oder gegangen wurde lässt sich nicht erforschen. Jedenfalls war er der ideale Nährboden für die Hetze und Verleumdung des Herrn Professor. Was habe ich nicht alles gemacht :  Unrat am Wertstoffhof abgeladen, eine uneinsehbare Festung errichtet, recht- und verbotswidrig Autos abgestellt usw….  So einer kann einfach keinen Prozess gewinnen …

Aber es haben sich neue Fragen gestellt :
Was wird das für Juristen geben, die bei so einem Professor Unterricht haben ?
Wie kann einer Professor werden, der nicht mal Doktor ist, der nicht mal eine Doktorarbeit geschrieben hat ?
Ich habe deshalb angefangen, bei der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen nachzuforschen. Daraus hat sich sogar ein neuer Forschungsbereich ergeben, der es verdient, bei Gelegenheit mal gesondert dargestellt zu werden.

Als die Stadt Löffingen dann auch noch meine Lagerhalle platt machen wollte, hat sie wieder den Professor angeheuert und es ging nahtlos so weiter. Wenn man dauernd lesen muss, dass man illegal an einer Adresse gewohnt hat, für die man eine Anmeldebestätigung als Wohnadresse hat, dann kommt einem mehr als nur das Kotzen.
Und wenn man alles widerlegt hat und dann auf seine Verantwortung für einen Falschvortrag hingewiesen wird, dann …

… überlegt man sich schon was man machen könnte …

Irgendwann habe ich dann mal die Begriffe „Rechtsanwalt“ und „Beschwerde“ in die Internetsuchmaschine eingegeben und es erschien sofort :    Rechtsanwaltkammer

Ein Forscher geht jedem Hinweis nach, und wenn man per Einschreiben mit Rückkarte loslegt, bekommt man sogar eine Antwort :

Das ist natürlich ein klassisches Beispiel für eine Antwort auf eine Beschwerde …

… ja, das ist nicht schön … natürlich sind wir da um dir zu helfen … aber wir können halt auch nix machen …

So ein Schreiben muss man erst einmal übersetzen. Das ist auch ein eigener Forschungsbereich. Aber da bin ich schon so fortgeschritten, dass ich es übersetzen kann. Da steht drin :

Du armer Irrer wirst doch nicht glauben, dass wir einen in die Pfanne hauen, der Mitgliedsbeiträge an uns zahlt

Aber ich war nicht unzufrieden. Immerhin hatte ich ein schönes neues Wort kennengelernt, wodurch sich allerdings neue Fragen gestellt haben :

Was ist eine Bundesrechtsanwaltordnung und was steht da drin ?

Da steht z.B. drin :

Bundesrechtsanwaltsordnung
§ 43 Allgemeine Berufspflicht

Der Rechtsanwalt hat seinen Beruf gewissenhaft auszuüben. Er hat sich innerhalb und außerhalb des Berufes der Achtung und des Vertrauens, welche die Stellung des Rechtsanwalts erfordert, würdig zu erweisen.

Quelle

 

(3) Der Rechtsanwalt darf sich bei seiner Berufsausübung nicht unsachlich verhalten. Unsachlich ist insbesondere ein Verhalten, bei dem es sich um die bewußte Verbreitung von Unwahrheiten oder solche herabsetzenden Äußerungen handelt, zu denen andere Beteiligte oder der Verfahrensverlauf keinen Anlaß gegeben haben.
Schon stellt sich eine neue Frage :
Wenn schon nicht „Professor“ Behnke gegen diese Berufspflichten verstösst, wer dann … ?
Aber ich bin nicht unzufrieden. Dieses Schreiben war vom Frühjahr, jetzt ist Herbst. Mittlerweile hat das Gericht das Räumungsverfahren von 2014 wiederaufgenommen, u.a. weil ich die Behauptungen des „Professors“ im nachhinein  widerlegen konnte. Das ist wirklich ein schöner Forschungserfolg.
Die Forschung hat auch ergeben, dass man immer nachlegen muss. Das habe ich vom Professor gelernt.
Man erhebt erst Klage bei Gericht, dann wartet man eine Zeit, und dann legt man mit einer Klageerweiterung nach. Das erzeugt Druck bei der Klage-Instanz.
Genauso stellt man erst Strafanzeige, dann wartet man eine Zeit, und dann legt man mit einer Ergänzung der Strafanzeige nach. Das erzeugt Druck bei der Straf-Instanz.
Mittlerweile hat der Professor Strafanzeige im Namen eines Mandanten gestellt, von dem er keine Vollmacht hat, er hat sich auf ein Urteil berufen, in dem genau das Gegenteil drinsteht von dem, was er behauptet, er hat zumindest in seiner Funktion als Löffinger Gemeinderat und somit als Amtsträger Anstiftung zum Betrug geleistet, er hat unter seinem Namen ein Fax aus einer anderen Anwaltskanzlei heraus verschickt usw.
Wodurch sich wieder neue Fragen stellen :
Habe ich genug Zeit gewartet, um nachzulegen, oder soll ich warten, bis er sich noch weiter in die Scheisse reitet ?
und :
Wer ist zuständig, wenn ein Rechtsanwalt gegen einen Gesetzesparagrafen verstösst ?
Die Rechtsanwaltkammer oder die Staatsanwaltschaft ?
Oder gar beide ?

Bundesrechtsanwaltsordnung
§ 7 Versagung der Zulassung

Die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft ist zu versagen,
5.
wenn die antragstellende Person sich eines Verhaltens schuldig gemacht hat, das sie unwürdig erscheinen läßt, den Beruf eines Rechtsanwalts auszuüben
Das verrückte Gehirn

29.09.2017

Das verrückte Gehirn

Natürlich wurde schon qualitativ hochwertige Literatur produziert, lange bevor es Internetseiten gab.
Davon wurde ich neulich auf einem Flohmarkt überzeugt. Eigentlich wollte ich nur ein antiquarisches Buch über Holzbearbeitungsmaschinen kaufen. Der Verkäufer wollte 10 € dafür haben, aber die Verhandlung endete mit einem Vergleich, dass ich 3 € bezahle und zusätzlich einen Stapel Groschenromane erhalte.

Diese Hefte wollte ich im Winter zum Anheizen verwenden. Allerdings ist mir dann noch rechtzeitig eingefallen, dass das Verbrennen von Literatur oder das Hacken von Internetseiten schon immer den Anfang vom Ende der Zivilisation eingeleitet hat. Deshalb habe ich mal an einem verregneten Sonntagmittag eines dieser Heftchen geschnappt und habe es gelesen, und ich muss sagen, ich bin restlos begeistert …

Der Autor von „Das verrückte Gehirn“ erzählt eine ziemlich komplexe Geschichte, die sich über mehrere Jahrtausende erstreckt. Irgendwie ist er auf dem Esotheriker-Trip und geht wohl davon aus, dass es Wiedergeburten auf verschiedenen Planeten gibt, was der Spannung aber keinerlei Abbruch tut. Dieser Science-Fiction Roman befasst sich im Gegensatz zu vielen anderen Science-Fiction Romanen nicht nur mit der Zukunft, sondern auch mit der Vergangenheit und einem kurzen Moment der Gegenwart.

Der Hauptprotagonist hat weder einen Namen noch eine Nummer. Er wird immer nur als „das verrückte Gehirn“ bezeichnet. Es wird nie so richtig klar, ob es sich um einen Mensch oder einen Alien oder einen Zombie oder sonst eine Entität oder Wesenheit handelt. Am meisten fasziniert mich an dem Roman aber der fast schon atemberaubende Bezug zur Realität …

Ich will mal einen kurzen Abriss der Handlung geben :

Die Geschichte beginnt vor etwa 2000 Jahren, als der Teufel bemerkt hatte, dass sich sein Gegenspieler auf der Erde inkarniert hat. Da musste er natürlich etwas unternehmen und hat das verrückte Gehirn als einen seiner besten Mitarbeiter zur Erde geschickt. Das verrückte Gehirn und der Gegenspieler trafen dann auch aufeinander. Das verrückte Gehirn hat ihn für 30 Silberlinge verraten, woraufhin der Gegenspieler ans Kreuz genagelt wurde. Aber diese Geschichte ist ja von einem anderen Science-Fiction Roman her bekannt …

Weniger bekannt ist, wie es danach mit dem verrückten Gehirn weiter ging. Schon bei den alten Römern waren Bestechung und Korruption wenig beliebt, weshalb die Römer das verrückte Gehirn einkassierten und nach Rom brachten, um es im Kolloseum den Tigern zum Fraß vorzuwerfen oder für Gladiatorenkämpfe zu verwenden.

Das verrückte Gehirn wurde zu einem Vorstellungsgespräch bei Julius Cäsar und den Senatoren geladen. Als Cäsar das verrückte Gehirn sah, dachte er bei sich :  gegen wen soll dieses schmächtige Männlein kämpfen und welchen Tiger sollte es satt machen ?   Als das verrückte Gehirn merkte, dass es um seinen Hals ging, begann er zu schwätzen und Cäsar in den Arsch zu kriechen. Das konnte das verrückte Gehirn schon immer besonders gut.

„O Cäsar, ich bin ein begnadeter Bauunternehmer, sozusagen geboren um zu bauen, und mir ist eine Idee gekommen, die deinen und meinen Ruhm noch vermehren könnte. Es ist doch langweilig, wenn die Tiger durch eine Tür ins Kolloseum kommen. Lass uns einen unterirdischen Tunnel vom Tigergehege in die Arena bauen !  Wenn die Tiger plötzlich mitten in der Arena erscheinen, ist der Effekt doch viel grösser“

Nun war Cäsar gegenüber Showeffekten nicht abgeneigt und er liess das verrückte Gehirn gewähren. Er stellte ihm sogar einen Bautrupp Sklaven zur Verfügung, denn das verrückte Gehirn war zu schmächtig, um zu selber schaufeln. Der Bautrupp begann genau in der Mitte des Kolloseums mit dem Tunnel. Das verrückte Gehirn hatte alles genau geplant und ausgerechnet. Es lief den ganzen Tag mit dem Zollstock auf der Baustelle rum und sagte :  hier noch einen Zentimeter nach rechts oder hier noch einen Zentimeter tiefer etc.

Es dauerte zwar dreimal so lange wie geplant, aber eines Tages war der Tunnel bis genau unter die Mitte des Tigergeheges fertig gegraben. Es fehlten nur noch wenige Zentimeter zum Durchbruch. Das verrückte Gehirn schickte den Bautrupp zurück ins Kolloseum, denn es sollte sein grosser Tag werden. Es hatte für 10 Uhr einen Reporter des „Südkurier“ bestellt, damit er ein Foto macht, wie es aus dem Tunnel ins Gehege steigt. Das verrückte Gehirn war gegenüber Showeffekten auch nicht abgeneigt …

Also machte er Punkt 10 Uhr den Durchbruch und stieg in das Tigergehege. Aber da war kein Reporter. Da waren nur 20 Tiger. Das verrückte Gehirn hatte bei seinen Planungen doch glatt die Tiger vergessen …

Die Tiger haben das verrückte Gehirn mit Haut unnd Haaren aufgefressen. Was hätten sie auch anderes machen sollen …

Der Teufel  aber war nicht unzufrieden, als das verrückte Gehirn nach seinem Einsatz wieder in der Hölle erschien. Trotzdem beschloss er, das verrückte Gehirn erst mal eine Qualifizierungsmaßnahme durchlaufen zu lassen. Nach 1000 Jahren Abendstudium in der Hölle hatte das verrückte Gehirn dann endlich seinen Master of Desaster in der Tasche und war fit genug für seinen nächsten Einsatz.

Diesmal ging es zum Mars. Dem verrückten Gehirn war es gelungen, Marsbaumeister zu werden und den Marsmännchenrat davon zu überzeugen, dass der Mars ein Alleinstellungsmerkmal brauche, um im Universum konkurenzfähig zu bleiben. Dies sei seiner Auffassung nach nur durch die Herstellung von roter Farbe möglich. Der gesamte Kosmos werde in Zukunft seinen Bedarf an roter Farbe vom Mars beziehen. Dazu sei allerdings der Bau einer Lackfabrik von entsprechender Grösse nötig.

Nachdem der Marsmännchenrat einstimmig und in nichtöffentlicher Sitzung auch dafür war, wurde mit dem Bau begonnen. Das Auffangbecken für die hergestellte rote Farbe war so groß, dass man mit seinem Inhalt den ganzen Mars hätte rot anstreichen können. Ein Rohr mit 5m Durchmesser sollte die Farbe von der Fabrik in das Becken leiten. Am Tag der Einweihung drückte das verrückte Gehirn persönlich den roten Knopf, um die Produktion zu starten.

Seitdem heisst der Mars „der rote Planet“. Das verrückte Gehirn hatte das Rohr zu kurz geplant, so dass die Farbe nicht in das Auffangbecken floss, sondern sich über den ganzen Mars verteilte. Daraufhin haben sich die Marsmännchen grün geärgert und das verrückte Gehirn mit einer Rakete zum Mond geschossen ..

Bekanntlich hat der Mars keine Monde, weshalb es sich um einen Mond der Erde gehandelt haben muss.
Hierzu stellt der Autor eine interessante Hypothese auf : er behauptet, dass die Erde damals 2 Monde gehabt hat. Die moderne Wissenschaft schliesst das nicht völlig aus. Wie dem auch sei, der Roman erzählt, dass der Mann im Mond ein ziemlich dementer Tattergreis gewesen ist, weshalb es dem verrückten Gehirn gelingen konnte, zum Mondbaumeister aufzusteigen.

Bei einer seiner Geistesfinsternisse hatte der Mann im Mond dem verrückten Gehirn mal erzählt, dass sich im Innern des Mondes ein riesiger See aus Benzin befindet. Man müsse nur tief genug graben, um dorthin zu gelangen. Es war klar, wie es dann weiter ging :  „O Mann im Mond, ich bin ein begnadeter Bauunternehmer, sozusagen geboren um zu graben. Gib mir Geld und einen Grabungstrupp, und in Zukunft werden alle Raumschiffe des Universums am Mond andocken, um zu tanken. Mit den Einnahmen können wir den ganzen Mond mit Blumenkübeln voll stellen. Dann ist es vorbei mit deinem grauen Alltag“

Der Mann im Mond hatte tatsächlich einen Schatten und irgendwie war ihm alles egal. Das verrückte Gehirn bekam genug Geld und Arbeiter und fing sofort an zu graben, und tatsächlich :  schon 30m unter der Mondkruste stiessen sie auf einen gigantischen See aus Benzin. Der komplette Mond schien im Innern aus Benzin zu bestehen. Das verrückte Gehirn liess eine Plattform bauen, denn er wollte das Projekt unbedingt der Presse vorstellen. Dazu bestellte er bei der „Badischen Zeitung“ einen Reporter für den nächsten Tag um 10 Uhr.

Punkt 10 Uhr war der Reporter da. Das verrückte Gehirn begrüsste ihn auf der Mondoberfläche und sagte, sie würden sich jetzt zum See hinab begeben, wo er, der Reporter, sein blaues Wunderle erleben werde. Als sie unten auf der Plattform angekommen waren, sagte der Reporter, dass es ziemlich intensiv nach Benzin riecht und dass er lieber kein Foto machen werde, denn er befürchte, wenn er den Auslöser der Kamera betätige, könnte dies einen Funken auslösen, welcher wiederum eine Explosion auslösen könnte.

Das verrückte Gehirn lachte und sagte, es könne überhaupt nix passieren, denn er wäre nicht nur der Planer, sondern auch der Sicherheitsbauftragte von diesem Projekt. In dem Moment sah das verrückte Gehirn etwas wie ein Seil auf dem Boden der Plattform rum liegen. Es fing an herum zu toben und die Arbeiter zusammen zu scheissen. Auf seinen Baustellen herrsche verdammt nochmal Ordnung, er werde keine Sauerei dulden, schon gar nicht, wenn ein Pressefritze mit dabei ist. Nicht auszudenken, wenn jemand über das Seil gestolpert wäre und sich verletzt hätte. Dann begann er, an dem Seil zu ziehen, um die Ordnung wiederherzustellen. Doch auf einmal wurde es stockdunkel.

Das verrückte Gehirn hatte das Kabel für die Beleuchtung abgerissen. Unter der Mondoberfläche ist es nun mal genauso wie unter der Erdoberfläche ohne künstliche Beleuchtung stockdunkel. Aber ein verrücktes Gehirn ist kein Gehirn, dass sich so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Es wusste genau, dass es eine Notbeleuchtung mit eingeplant hatte und dass es nur den roten Knopf auf der Schalttafel drücken musste, die sich 5m rechts von ihm befand, damit sich die Notbeleuchtung einschaltet es wieder hell wird.

Und es wusste genau, dass es ein Feuerzeug im Hosensack hat, und weil das verrückte Gehirn ein Genie war, konnte es in Sekundenbruchteilen ausrechnen, dass eine Feuerzeugflamme mit 2 cm Länge ausreicht, um eine Helligkeit von 600 Lumen zu erzeugen, die ein Auge benötigt, um in 5m Entfernung einen roten Knopf erkennen zu können. Also hat das verrückte Gehirn das Feuerzeug aus dem Hosensack geholt und …

Seitdem hat die Erde nur noch einen Mond. Die Überreste des zweiten Mondes sausen heute als Asteroiden durch den Orbit.
Aber der Teufel war nicht unzufrieden, als das verrückte Gehirn wieder in der Hölle erschien. Er liess das verrückte Gehirn vorsichtshalber 1000 Jahre abkühlen, denn es war im wahrsten Sinne des Wortes ein verdammt heisser Einsatz gewesen …

Der Autor des Romans macht überall Andeutungen, dass der Teufel eigentlich einen sucht, der eines Tages auf der Erde den roten Knopf drückt, um sie kaputt zu machen, denn er kann Menschen offensichtlich überhaupt nicht leiden. Zu diesem Zweck schickte er dann aber nicht das verrückte Gehirn zur Erde, sondern erst mal dessen schnauzbärtige Variante. Trotz Panzerschlachten und Gaskammern gelang es dem aber nicht, die Erde auszulöschen. Deshalb musste das verrückte Gehirn wieder ran …

Es schaffte sich zunächst mal warm, indem es zwei Baufirmen ruinierte. Gemäß dem auf der Erde geltendem Prinzip der Negativauslese qualifizierte es sich damit für höhere Aufgaben. Das verrückte Gehirn trat im Rahmen einer Stellenausschreibung vor einem Gemeinderat samt Bürgermeister auf : „ich bin ein begnadeter Bauunternehmer, sozusagen beboren um zu bauen etc.“ .  Geschichte wiederholt sich eben immer wieder, und deshalb kam es, wie es kommen musste. Das verrückte Gehirn hat heisses Wasser durch unterirdische Rohre gepumpt, um es abzukühlen, einen Wertstoffhof und Blockheizkraftwerke mitten in die Stadt geplant und das Rathaus saniert, bis die Stadt hoffnungslos überschuldet war.

Das ist der Moment, wo der Roman von der Vergangenheit in die Zukunft wechselt. Von da an geht es richtig ab …

Die Ratten haben sich im Wertstoffhof so sehr vermehrt, dass sie den Stadtbewohnern am hellichten Tag die Hosenbeine wegfressen. Die Bewohner müssen ihre Möbel zu den Heizkraftwerken bringen, damit das Wasser aufgeheizt werden kann. Das verrückte Gehirn hat noch zusätzlich ehrenamtlich die Planungen für ein Tigergehege übernommen und dabei ein Zaunelement vergessen.

An einem kalten Wintertag sind alle Tiger aus dem Gehege ausgebrochen und haben sich um ein Blockheizkraftwerk herum versammelt, denn in dessen Abwärme war es noch einigermaßen zum aushalten. Das verrückte Gehirn hat es vom Fenster des Stadtbauamtes aus beobachtet, und weil es ein Genie ist, ist ihm die Idee gekommen, dass die Tiger wieder verschwinden werden, wenn er das Heizkraftwerk abschaltet, denn dann ist ja auch die Abwärme weg. Also hat er auf der Schalttafel im Stadtbauamt auf den roten Knopf gedrückt …

Aber es passiert nix. Das verrückte Gehirn drückt wie ein Verrückter auf den roten Knopf, aber es passiert nix.
Irgendwann fängt es an, den Knopf nach rechts zu drehen und

Woher hätte das verrückte Gehirn auch den Unterschied zwischen einem Druckschalter und einem Spannungsregler kennen sollen ?  Dazu hätte es ja Dipl.-Ing (FH) für Elektrotechnik sein müssen …

Bei der Explosion hat es sämtliche Tiger bis in die Stratosphäre hinauf gepustet. Immerhin hat das verrückte Gehirn mit dieser Aktion sein Karma mit den Tigern aufgelöst …

Die Stadtbewohner waren verständlicherweise wenig begeistert und haben das verrückte Gehirn gemäß dem geltenden Prinzip zur EU-Kommission geschickt.

Von da an wird der Roman richtig heftig. Man bekommt Schweissausbrüche beim Lesen. Es ist Horror und Grusel und Science-Fiction in Einem. Es raubt einem den Schlaf. Ich kann es hier gar nicht berichten, weil möglicherweise Frauen und Kinder mitlesen …

Aber ich bin gerne bereit, das Heftchen gegen eine Gebühr auszuleihen. Bis hierher war es kostenlos, aber gute Unterhaltung hat eben ihren Preis. Ich musste ja auch was dafür bezahlen.

Übrigens sind die anderen Heftchen vom Flohmarkt auch nicht schlecht

Ich werde sie hier nach und nach vorstellen …

Sand im Getriebe

27.09.2017

Sand im Getriebe

Zur Zeit ist eine Menge Sand im Getriebe

( wer hat ihn wohl da rein gebracht ..? )

vielleicht handelt es sich auch um Asphaltbrösel …

erst Abladung und Umladung und Aufhebung von Terminen

jetzt Abgabe des Verfahrens und Änderung des Aktenzeichens

ich habe den Eindruck, die Justiz weiss selber nicht, wie es weiter gehen soll

eine Wiederaufnahme eines Verfahrens und Restitutionsklage gibt es eben nicht alle Tage

und schon gar nicht wegen Prozessbetrug durch Amtsträger

natürlich weiss ich auch nicht, wie es weiter gehen soll

aber das macht überhaupt nix

passt schon …


Im Strafverfahren wegen Beleidigung geht es auch nicht weiter

der Staatsanwalt hat inzwischen eine Anklageschrift vorgelegt

aber das Amtsgericht Rottweil hat noch nicht entschieden, ob es zu einer Verhandlung kommt

ich würde die Anklageschrift gerne zeigen, aber da gibt es den § 353d Abs.3 StGB

soviel darf ich aber sagen :

es geht um die Wörter „Pack“ , „Arschloch“ , „Demenz“ und “ IM“

und ich darf auch ein Preisrätsel machen :

 

Jeder, der mir juristisch hieb- und stichfest beweisen kann, welche rechtsfähige Person in diesem Beitrag das Arschloch ist, erhält

 

500 €

 

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