Negativauslese

18.12.2016

Negativauslese

putzfrau

Heute möchte ich wieder zu einem meiner beliebten Gedankenexperimente einladen :

Mal angenommen, eine ziemlich unansehnliche Dame lebt zusammen mit einem super tollem Ehemann in einem gemeinsamen Haushalt. Eines Tages hat sie eine Arbeitsstelle für eine Putzfrau in dem Haushalt zu vergeben. Es melden sich zwei Bewerberinnen : die eine sieht blendend aus und putzt wie eine Weltmeisterin, die andere ist noch unansehnlicher als die Hausherrin und hat vom Putzen keine Ahnung. Welche der Bewerberinnen wird die Dame einstellen ?

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Nun, sie wird höchstwahrscheinlich die Hässliche ohne Ahnung einstellen, denn die stellt keine Gefahr für ihre eigene Position dar. Würde sie die hübsche Könnerin einstellen könnte die Geschichte so weitergehen, dass ihr Ehemann, falls er denn zwei Augen und etwas Hirn im Kopf hat, eines Tages auf die Idee kommen könnte, sich von seiner Ehefrau zu trennen und sich mit der Putzfrau zu verbinden, was für ihn zur Folge haben könnte, dass er dann nicht nur einen picobello Haushalt sondern auch eine angenehmere Erscheinung in Haus und Bett hätte …

Für die Hausherrin gilt es selbstverständlich, so was um jeden Preis zu verhindern. Lieber ein wenig mehr Schmutz im Haus als dass sie eines Tages selber putzen gehen muss …
Die unfähige Putzfrau weiss natürlich auch, dass sie diese Stelle eigentlich nicht verdient hat und wird es ihrer Chefin durch besondere Loyalität danken, dass sie eingestellt wurde und nicht die andere. Die beiden werden ein Zweckbündnis bilden und wenn die Chefin den Lohn aus ihrer eigenen Tasche bezahlt kann es jedem egal sein. Im öffentlichen Dienst sieht es allerdings ganz anders aus …

Dieses psychologische Phänomen ist die einzige plausible Erklärung, wieso ein insolventer und bankrotter Bauunternehmer Stadtbaumeister von Löffingen werden konnte. Ich wette, dass damals unter den 20 Bewerbern mindestens 19 wussten, wie man Feldwege baut. Ich wette auch, dass von diesen 19 jeder nach spätestens einem halben Jahr die Strukturen der Löffinger Mafia durchschaut hätte. Aber so was gilt es selbstverständlich um jeden Preis zu verhindern …

Dafür kommt das Prinzip der Negativauslese zur Anwendung. Nimm den Schlechtesten, denn der ist dir am meisten zu Dank verpflichtet und tanzt am besten nach deiner Pfeife. Was er zusammenmurkst ist egal, weil es eh von den Bürgern bezahlt wird. Es juckt auch keine Sau, wenn dabei mal ein Bürger unter die Räder kommt. Hätte der Löffinger Gemeinderat damals den Fähigsten genommen wäre es ein Ortsfremder gewesen, aber Ortsfremde eignen sich leider nicht zur Vetternwirtschaft …

Mir tun die vielen super tollen Bürger leid, die mit unansehnlichen Gestalten mit noch unansehnlicheren Interessen im Haushalt Löffingen zusammenleben müssen. Es geht wie immer und überall um Macht, Geld, Grundstücke, Gebäude und Kredite. Wer ihnen in die Quere kommt ist Handlungsstörer und gut beraten, weg zu gehen. Zum Glück gibt es andere Haushalte, wo fähige Leute noch geschätzt werden …

Der einzige Fähige auf der Gehaltsliste der Stadt Löffingen war der ehemalige Bauhofleiter Andreas Bier. Nach seinem Weggang wurde die Stelle ausgeschrieben mit dem Anforderungsprofil u.a. Meisterbrief in einem Baugewerbe. Es haben sich 50 Bewerber beworben. Nein, ich war nicht darunter.
49 ehrbare Handwerksmeister geben sich alle Mühe beim Zusammenstellen einer Bewerbungsmappe und machen sich Hoffnungen auf einen guten Job, aber sie werden von dem Pack im Löffinger Rathaus und Gemeinderat verarscht und verhöhnt, denn am Ende kriegt ein KFZ-Mechanikergeselle den Job, weil er gut führbar und systemkonform und auch noch Feuerwehrkommandant ist. So geht Filz …
Ein ehrbarer Handwerksmeister hat schon mal was von Ethik und Bürgerlichem Gesetzbuch gehört und würde kein Auge zudrücken, wenn seine Leute Baumaterial stehlen.

Zur Zeit beschäftige ich mich zwangsläufig viel mit Recht und Gesetzen und stosse dabei immer wieder auf interessante Sachen, z.B. das hier :

negativauslese4negativauslese5Quelle :   Bewerberauswahl im öffentlichen Dienst  www.ruge-kroemer.de/download.php?id=89  pdf

Die Löffinger Pappnasen wenden sich ans Gericht, damit es rechtswidrige Zustände beendet, und begehen selber eine Rechtswidrigkeit nach der anderen. Wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht …
Die Grundrechtsbindung betrifft natürlich nicht nur Arbeitsverhältnisse der öffentlichen Gewalt, sondern auch und insbesonders Miet- und Pachtverhältnisse. Ein Verstoss gegen das Grundgesetz durch Amtsträger ist zudem eine Rechtswidrigkeit der ganz besonderen Art. Die Herrschaften meinen, sie könnten mit dem Bürger genauso umspringen wie mit ihrer Alten daheim. Der Staatsanwalt wird ihnen schon den Unterschied zwischen öffentlicher und nicht-öffentlicher Gewalt beibringen.

Wie ist es eigentlich um die rechtliche Integrität bestellt von einem, der schon mal die Finger hat heben müssen ?  Jetzt hat er auch noch nachweislich vor Gericht falsch ausgesagt. Die Messlatte für rechtliche Integrität liegt bei der Stadtverwaltung Löffingen fast schon ebenerdig, aber dass sie einen aus dem laufenden Insolvenzverfahren heraus zum Stadtbaumeister gemacht haben ist schon ein starkes Stück. Wurden die Ansprüche aller Gläubiger und Geschädigten der  Fa.Schwarzwaldbau  befriedigt und wenn ja, in welcher Höhe ? Dazu stand leider nix in der Zeitung …

Niemand hindert den Löffinger Gemeinderat daran, mal eine Negativauslese vorzunehmen und die Pfeifen auszusortieren. Der Gemeinderat könnte jederzeit mit Mehrheitsbeschluss gegen fachlich und rechtlich ungeeignetes Personal vorgehen, einschliesslich Bürger- und Stadtbaumeister. Man braucht sie ja nicht gleich zu entlassen. Man könnte sie in Kindergarten, Schule oder Altersheim als Wischenschaftler oder Reinigungsmeister weiter beschäftigen, von mir aus auch bei gleichem Gehalt. Da können sie nur den Besen kaputt machen und das ist auf Dauer die kostengünstigere Alternative …

Ich habe noch was interessantes herausgefunden. Auch Gemeinderäte sind Amtsträger mit allen rechtlichen Folgen wie Haftung, Schadensersatz und härterer Bestrafung. Ich werde dazu demnächst einen extra Beitrag machen. Es besteht also eine gewisse Hoffnung für alle, die durch Rechtswidrigkeiten  der Stadt Löffingen und des Löffinger Gemeinderates geschädigt wurden . Das könnte eines Tages besonders für Nahwärmekunden und Flüchtlingsheimanlieger von Bedeutung sein.
Zumindest die glorreichen Sechs aus dem Rathaus stehen schon mal mit einem Bein im Gefängnis, und ich werde mein möglichstes geben, damit das andere Bein auch noch nachrückt, so wie jetzt der Nahwärmeinstallateur Bächle in den Gemeinderat nachgerückt ist …


PS. :

Beim Gericht geht es nicht vorwärts

Der Maestro muss malochen, damit Kohle reinkommt. Das geht mir auch nicht anders.
Am Anfang wollte er noch eine baldige Entscheidung wegen eventuellem Ölverlust von meinem Auto, aber wegen der Walze der Gestörten pressiert es jetzt wohl doch nicht mehr so …
Interessant, dass vor Weihnachten noch besonders viele Straftäter verurteilt werden. Das war mir neu.
Immerhin bin ich mittlerweile der Herr Ulrich Zakl. Nicht dass ich da drauf Wert lege, aber die kleinen versteckten Botschaften sind immer die interessantesten …

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Geschrieben am 18. Dezember 2016, 17:43 von
1 Kommentar Kategorie: Allgemein

Ein Kommentar auf den Beitrag “Negativauslese

  1. Der Vergleich mit der Putzfrau -genial-
    Grundsatz der Bestenauslese sollte der Stadt bekannt sein! Doch wo kein Kläger da kein Richter!!!

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