Zu Besuch in der Löffinger Staufer-Klinik - Löffingen macht platt
Zu Besuch in der Löffinger Staufer-Klinik

29.03.2018

Zu Besuch in der Löffinger Staufer-Klinik

Bild :  Bittenbach-Kurier

v.li.n.re.: Schwester Chantal-Fabienne, Dr. Frankenstein, Schwester Ouaghadigiah, Norbert
(alle Namen von der Red. geändert)

Ostern und Weihnachten sind in unserer derzeitigen Zivilisation die beiden Feste, an denen Menschen mit Intellekt und Empathie in besonderem Maße all derer gedenken, denen diese beiden Eigenschaften abgehen. Auch der Bittenbach-Kurier knüpft an diese schöne Tradition an und hat seine beiden besten Reporter ausgesandt, um zu Ostern eine Reportage über die vom Schicksal besonders Gebeutelten zu erstellen. Heraus gekommen ist dabei eine einzigartige und bewegende Dokumentation über die Löffinger Staufer-Klinik. Hier ist der Vorabdruck der

Sonderausgabe Ostern 2018

Es schneit leicht, als wir vor der Löffinger Staufer-Klinik eintreffen. Wir zeigen an der Pforte unsere Presseausweise vor und sagen, dass wir angemeldet sind. Dr. Frankenstein hatte ausdrücklich darauf bestanden, dass er vor unserem Besuch ein paar geleitende Worte an uns richtet, um unnötige Irritationen und Missverständnisse zu vermeiden, doch wir sind auf alles gefasst. Schwester Ouaghadigah geleitet uns von der Pforte zu Dr. Frankensteins Büro.

Nach einer freundlichen Begrüssung erklärt uns Dr. Frankenstein etwas umständlich, dass es mal Umstände gab, unter denen es Leichtmatrosen bis zu Kapitänen bringen konnten, die dann aber früher oder später auf dem Ozean der Ehre und Würde im Sturm oder an den Klippen zerschellten und dass man die Wracks von dort auffischen und in einen sicheren Hafen bringen musste, damit sie den anderen Reisenden zur See nicht zum Ärgernis werden. Um solch einen sicheren Hafen handle es sich bei der Löffinger Staufer-Klinik.

Wir fragen nach, warum der Hafen ausgerechnet Staufer-Klinik heisst und erfahren, dass das Ärztekollektiv in geheimer und nichtöffentlicher Sitzung diesen Namen einstimmig ohne Gegenstimme beschlossen habe, weil der bekannte Staufer Kaiser Barbarossa nach einem Leben voll Raub und Plünderung elendig in einem türkischen Bächlein ersoffen ist. Auch dass die Staufer im Jahre 1190 mit Heinrich VI. ein dreijähriges Kind zum König und damit zum Nachfolger von Babarossa gewählt haben, hätte letztendlich den Ausschlag für „Löffinger Staufer-Klinik“ gegeben.

Wir wollen jetzt endlich Butter bei die Fische haben und auf Station gehen.

Schwester Chantal-Fabienne führt uns zu Norbert`s Zimmer. Norbert (Name von der Red. geändert) freut sich riesig, dass Leute von der Zeitung da sind. Er fragt uns gleich, was die Kacke kostet. Als wir Norbert erzählen, dass wir völlig gratis über ihn in der Zeitung berichten, ist er ausser sich vor Freude.

Um nicht gegen Norbert`s Ehre und Würde zu verstossen, fragen wir ihn, ob wir ein Bild von ihm in unserer Zeitung bringen dürfen. Norbert ist sofort einverstanden, möchte aber zuvor von Schwester Chantal-Fabienne ansprechend hergerichtet werden. Nach einer halben Stunde ist Schwester Chantal-Fabienne fertig und wir drücken auf den Auslöser. Trotzdem haben wir Norbert`s Gesicht verpixelt, weil wir befürchten, dass es eines Tages heisst, dass es nur so gewesen sein kann, dass Norbert uns die Erlaubnis erteilt hat.

Norbert fragt uns, ob es an den Feiertagen auch ein Feuerwerk geben wird. Eigentlich wollten wir ja die Fragen stellen, aber wir antworten höflich, dass wir uns vorstellen können, dass es am Karfreitag aus Anlass der Beendigung der Amtszeit von Jesus Christus als König der Juden ein exclusives und bombastisches Abschiedsfeuerwerk geben wird.

Schwester Chantal-Fabienne gibt daraufhin zu bedenken, dass wenn es an Ostern ein Feuerwerk gibt, dieses nur in der Osternacht aus Anlass der Auferstehung stattfinden kann. Wir signalisieren unsere Zustimmung durch schweigendes Kopfnicken, denn wir halten es für pietätlos, in Gegenwart eines Rollstuhlfahrers von Auferstehung zu sprechen. Ausserdem sind wir zu Besuch in der Staufer-Klinik, um zu berichten, nicht um zu kritisieren.

Norbert fährt jetzt einen Rollstuhl, aber wie er sagt, hat er lange genug Zeit gehabt, sich darauf einzustellen, denn er hat schon sein ganzes Leben lang Probleme mit dem aufrechten Gang gehabt. Wir bitten Norbert, mehr aus seinem Leben zu erzählen. Norbert sagt, er habe von der Pike auf gelernt. Er musste mit ansehen, wie Kinder am Weltspartag vor seinen Augen ihr Sparschwein schlachteten und er musste ihre Groschen und Pfennige zu hundert Stück in Papier wickeln.

Später stieg er dann in die Kreditabteilung auf. Norbert`s Aufgabe bestand darin, anhand gewisser Parameter zu überprüfen, ob eine Kreditwürdigkeit vorlag. Wenn sich Körbchengrösse und Vaginalfeuchte im grünen Bereich befanden, gab es nie Probleme mit der Kreditvergabe.

Aber weisst du, sagt Norbert, irgendwann bis du das alles leid, irgendwann willst du das ganz grosse Rad drehen, das ganz grosse Geschäft machen.

Auf einmal verzieht Norbert das Gesicht und es beginnt auch etwas streng zu riechen.
Ganz offensichtlich ist Norbert dabei, ein weiteres grosses Geschäft zu machen.
Als Schwester Chantal-Fabienne ihre Funktion als Aufsichtsbehörde wahrnimmt, ist es bereits zu spät. Da sie aber lächelt und nur scherzhaft mit dem Zeigefinger droht, bleibt bei uns der Eindruck, dass dies nicht das erste grosse Geschäft von Norbert ist, das in die Hose gegangen ist.

Bevor Schwester Chantal-Fabienne mit Norbert in die Waschanlage fährt, deutet sie mit dem Zeigefinger auf Bernd`s Zimmer. Die Begeisterung von Bernd (Name von der Red. geändert) über die „Zeitungsfritzen“ hält sich in engen Grenzen. Das sei früher anders gewesen, erzählt Bernd, und es habe ihn mit Ehre und Würde und Stolz erfüllt, dass sogar die TAZ in Berlin und die Hamburger Morgenpost ab und zu über ihn berichtet haben.

Dann aber wurde er eines Tages medial ans Kreuz genagelt, und seitdem würde er am liebsten alle Zeitungen, Internetseiten und Schwarze Bretter verbieten lassen, die unangemessene Informationen verbreiten. Wir wollen unser Gespräch in eine für Bernd angenehmere Richtung lenken und fragen ihn, ob er sich in der Löffinger Staufer-Klinik wohlfühlt.

Bernd berichtet, dass er es durchaus zu schätzen weiss, dass er in einer Einrichtung untergebracht ist, die von einer international bekannten Koryphäe für kreative und plastische Menschengestaltung wie dem Honorarmediziner Dr. Frankenstein geleitet wird. Bernd sieht aber noch ein grosses Optimierungspotenzial, das sich auch und gerade an Fest- und Feiertagen deutlich zeigt.

Ostern im vergangenen Jahr war richtig frustrierend für mich, sagt Bernd und erzählt uns eine lange Geschichte über Vorgänge, die uns erregt und betroffen zugleich machen. Wir sagen Bernd, dass wir ganz fest hoffen, dass Schwester Ouaghadigiah wenigstens in diesem Jahr die Stelle findet, an der Dr. Frankenstein Bernd`s Eier versteckt hat und dass Bernd dann endlich auch mal wieder Auferstehung feiern kann.

Ausserdem weisen wir Bernd darauf hin, dass der Osterhase ihm gegenüber eine Bringschuld hat, die eventuell zivilrechtlich einklagbar ist. Wir empfehlen Bernd, sich einen wirklich guten Advocaten zu suchen, der auch strafrechtliche Schritte in Erwägung ziehen sollte, wobei es zielführend sein könnte, in der Strafanzeige explizit eine empfindliche Strafe für den Osterhasen zu fordern.

Als Bernd antwortet, dass der Gerichtsvollzieher seit 1916 alle Weihnachtsbäume einstürzen lässt, wird uns klar, dass wir Bernd überfordert haben. Schwester Ouaghadigiah schaut uns vorwurfsvoll an und bringt Bernd zu Bett. Wir entschuldigen uns und wünschen Bernd eine angenehme Ruhe. Seine Äuglein werden immer kleiner und langsam dämmert er in eine Welt hinein, in der Eier keine Rolle mehr spielen.

Wir schleichen uns auf Zehenspitzen aus dem Zimmer heraus.

Unsere nächste Station ist Tobias (Name von der Red. geändert). Wir klopfen an die Zimmertür und vernehmen von innen die deutliche Aufforderung, dass wir die Schuhe ausziehen müssen, wenn wir den Tempel betreten wollen. Wir kommen der Aufforderung nach und treten ein. Es ist ganz deutlich zu spüren, dass hier einer untergebracht ist, der dem Herrn näher ist als es sich unsereiner auch nur vorstellen kann.

Gemäß dieser Rangordnung stellt auch hier zunächst Tobias die Fragen. Er möchte von uns wissen, ob wir ihm zu Ostern ein Lamm besorgen können, damit er ihm die Kehle durchschneiden kann. Wir antworten, dass wir Mitglied im Tierschutzbund sind, was natürlich gelogen ist, aber die Staufer lassen ja auch gerne mal fünfe grade sein.

Um den Osterfrieden zu retten erzählen wir Tobias, dass wir einen Hirten kennen, bei dem allerdings jedes dritte Lamm bis zum 160-fachen des zulässigen Grenzwertes mit Quecksilber verseucht ist. Beim Verzehr eines Lammes aus dieser Herde liegt dennoch keine Gesundheitsbeinträchtigung vor. Falls doch eine Gesundheitsbeeinträchtigung vorliegt, könne er aber Schadensersatz geltend machen.

Tobias möchte nicht mehr übers Essen reden. Tobias erzählt, dass er auch mal ein paar Jahre lang Hirte von 8000 Schafen war, aber ein schwarzes Schaf habe ihm den Spass an dem Job so gründlich verleidet, dass er sich in die Staufer-Klinik begeben musste. Seit Tobias hier ist, hat er allen weltlichen Genüsse entsagt und sogar die Völlerei aufgegeben. Denn was ist der Körper schon anderes als ein Skelett, umhüllt von sündigem Fleisch, was ist er anderes als ein Gefäß für Kot und Urin ?

Wir werfen einen kurzen Blick auf Tobias und schliessen uns spontan seiner Auffassung an.

Tobias sagt, dass er sich nur noch seiner Spiritualität und der Vermehrung der Ehre widmen möchte.
Ehre sei dem Herrn in der Höhe und Ehre sei den Herren, die nicht mehr ganz auf der Höhe sind.
Denn siehe : den Seinen gibt der Herr die Tomaten im Schlaf und wer seinen Bürger liebt, der züchtigt ihn.
Das brave Weib gehorche dem Mann und der brave Bürger gehorche dem Bürgermeister.    Wort des Herrn.

Wir wollen Tobias fragen, wie sich das alles mit dem deutschen Grundgesetz in Einklang bringen lässt. Auch brennt die Frage auf unseren Lippen, ob es nicht ein brennender Schmerz ist, wenn das letzte Zipfelchen am Zipfelchen abgeschnitten wird. Aber Tobias geht zu seinem Nachttisch und holt ein paar Lederriemen raus. In dem Moment geht uns der Arsch auf Grundeis, denn wir befürchten, dass Tobias auch Zeitungsreporter lieben könnte.

Doch für Tobias ist die Stunde des Gebets gekommen und damit für uns die Stunde des Abschieds.
Es wird uns zu extrem. Der Bittenbach-Kurier versteht sich als Medium der Aufklärung und Freiheit und bevorzugt Gründe und Beweise an Stelle von Glauben und Geboten.
Bevor uns der Herr aus seinem Tempel jagen kann, verabschieden wir uns hastig und sind -schwuppdiwupps- wieder auf dem Gang der Löffinger Staufer-Klinik.

Wir begeben uns nun in den Keller der Löffinger Staufer-Klinik, denn wir sind auf ein Schnabeltässchen Kaffee mit Thomas verabredet.

Diesen abgetrennten Bereich dürfen wir nur unter Aufsicht von Dr. Frankenstein betreten. Wir gehen einen langen Korridor entlang. Dr. Frankenstein erzählt uns, dass er es im Nachhinein bedauert, zu Beginn seiner beruflichen Tätigkeit zu viel und vor allem an den falschen Stellen gespart zu haben. Diese Eigenschaft habe sich leider auch auf seine frühen Arbeitsergebnisse übertragen. Wenn er nicht soviel gespart hätte, wäre anderen einiges erspart geblieben. Zu dem Zeitpunkt können wir mit dieser kryptischen Äusserung noch nix anfangen.

Wir kommen an eine Sicherheitsschleuse, an der ein Wachmann mit Sturmhaube und Maschinengewehr im Anschlag Stellung bezogen hat. Wir dürfen ohne Probleme passieren und stehen vor einer Stahltür. Dr. Frankenstein tippt einen Zahlencode ein und der Sesam öffnet sich.

Es riecht nach Asphalt und Biogas. Wir spüren es sofort : hier brennt die Luft. In diesem Refugium haust einer, der genügend PAK im Arsch hat, um noch was reissen zu können.

Thomas (Name von der Red. geändert) lässt nur widerwillig von seinen Plänen und Zeichnungen ab. Wir haben den Eindruck, dass wir ungelegen kommen und ihn vom Arbeiten abhalten. Während des gesamten Gesprächs legt Thomas den Stift nicht aus der Hand. Thomas gehört zu der Sorte von Leuten, die eines Tages nicht ihren Löffel abgeben werden, sondern ihren Stift.

Wir bitten Thomas, etwas aus seinem Leben zu erzählen, doch Thomas möchte die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen. Er erwähnt nur beiläufig, dass es ihm mal mit einem Geniestreich gelungen ist, seinen Angestellten einen grossen Batzen weiterer Arbeit zu ersparen, indem er das allerbilligste und lausigste Material zum Feldwegebau verwendet hat.

Als er dann selber Angestellter war, konnte er seiner Arbeitgeberin einen grossen Batzen Geld sparen, indem er Asphaltgranulat im Waldwegebau verschwinden liess. Wir merken an, dass er seiner Arbeitgeberin den Kontakt mit der Staatsanwaltschaft erspart hätte, wenn er nicht den Asphaltplatten den Kontakt mit der Wiederaufarbeitungsanlage erspart hätte, aber zu dem Zeitpunkt konnte Thomas mit dieser kryptischen Äusserung noch nix anfangen.

Es ist eben eins zum anderen gekommen, sagt Thomas. Sein Stift hat angefangen, Sachen zu zeichnen, die er gar nicht zeichnen wollte, dann auch noch gesundheitliche Probleme und die Probleme beim Export von Quecksilber auf dem Wasserweg. Shit happens. Wer so ein schweres Kreuz wie er zu tragen habe, der könne schon mal auf dem Kreuzweg durchhängen, zumal wenn er auch noch mit dem Internet gegeisselt wird. Er habe aber gelernt und finde Wiederaufbereitungsanlagen mittlerweile richtig gut.

Thomas sagt, dass er gerade dabei ist, eine eigene Wiederaufbereitungsanlage für seine ehemalige Arbeitgeberin zu planen. Was mit ausrangierten Asphaltplatten geklappt hat, das werde auch mit ausrangierten Brennstäben klappen. Auch eine Stadt müsse das Recht haben, über waffenfähiges Plutonium zu verfügen und es auch selber herzustellen, denn es gäbe nun mal Lagerhallen und Internetseiten, denen man nur mit einer Atombombe beikommen könne.

Es wird kein schneller Brüter, sagt Thomas. Eher ein langsamer, aber dafür ein teurer. Es stehe schon genug billiger Scheissdreck rum. Als Ausgleich zu dieser Investition lassen sich aber durch die bei der Kernspaltung entstehende Abwärme locker zwei oder drei Blockheizkraftwerke einsparen.

Wenn es gelinge, die Fördertöpfe der Atomindustrie anzuzapfen und wenn alle Synergieeffekte genutzt werden, werde man nach einer gewissen Anlaufzeit schwarze Zahlen schreiben, sagt Thomas. Er werde die Wiederaufbereitungsanlage in die Nähe des Entwässerungskanal planen, damit die radioaktiven Abwässer zusammen mit dem Quecksilber in die Wutach geleitet werden können. Thomas sagt, dass das Landratsamt sagt, dass es darauf auch nicht mehr ankommt.

Uns stehen die Haare zu Berge, aber wir sind nur zu Besuch in der Löffinger Staufer-Klinik und die Etikette soll gewahrt bleiben. Um das Gespräch auf Ostern und Spiritualität zu lenken, wollten wir Thomas fragen, ob er an die Wiederauferstehung von Gehirnzellen glaube, aber wir haben es dann bleiben lassen, denn seriöse Reporter befragen keine Eunuchen über ihre Erektion und keine Beinamputierten über ihren Fusspilz.

Stattdessen merken wir dezent an, dass es für die Sicherheit der Bevölkerung sinnvoll sein könnte, die Wiederaufbereitungsanlage mit einem Betonmantel zu umgeben. Thomas sagt, wer an einem Eimer weisser Farbe für einen Fussgängerüberweg spart und dann eine meterdicke Betonhülle um ein bisschen Plutonium baut, der verspiele den letzten Rest an Glaubwürdigkeit bei der Bevölkerung. Wichtig ist eine sichere Zufahrt, alles andere ist Schnickschnack, der nur einen grossen Batzen Geld verschlingt.

Uns reicht es langsam. Wir geben zu bedenken, dass die tödliche Dosis von Quecksilber 150 Milligramm beträgt und die tödliche Dosis von Plutonium 1 Millionstel Gramm. Deshalb müsse doch die Vermeidung einer Gesundheitsbeeinträchtigung oberste Priorität haben.

Oberste Priorität hat seine Ehre und die Ehre seiner Auftraggeber, sagt Thomas

Ein Staufer muss tun, was ein Staufer tun muss.

Hauptsache es butzt die Halle und die Internetseite.

Wir haben endgültig die Schnauze voll.

Wir könnten noch deutlicher werden, aber wir wollen uns an Ostern nicht den Zorn des Herrn zuziehen.

Und schon gar nicht den Zorn des Herrn Staatsanwalt.

Wir wollen nur noch raus.

Wir wünschen Thomas gutes Misslingen und gehen ohne Verabschiedung.

Als wir an die Sicherheitsschleuse kommen, drücken wir dem Wachmann 100 € in die Hand und flehen ihn an, einen guten Job zu machen. Er muss uns versprechen, nicht mal eine Millionstel Sekunde lang unaufmerksam zu sein.

Wir sehen an der Wand ein beleuchtetes grünes Schild mit einem weissen Pfeil und einem rennenden weissen Männchen. In dieser Richtung geht es also zum Notausgang.

Wir fangen an zu rennen

Wir kommen an eine Tür und reissen sie auf

Wir haben es geschafft

Wir sind draussen

Hallelujah !!

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