Thomas im Glück

05.05.2017

Thomas im Glück

 

Hier ist ein Novum auf „Löffingen-macht-platt“ :

Ein verpixeltes Bild …

Es zeigt eine bedeutende Person der Löffinger Zeitgeschichte, die einen Stromzähler fotografiert. Diese bedeutende Person der Löffinger Zeitgeschichte hatte eine weitere bedeutende Person der Löffinger Zeitgeschichte als Aufpasser dabei, die sofort laut aufschrie, als ich meinen Foto zückte, weil ich auch mal Fotos machen wollte. Der bedeutendste Aufpasser der Löffinger Zeitgeschichte verkündete, man werde auf gar keinen Fall der Veröffentlichung von Fotos zustimmen und verwahre sich ausdrücklich dagegen. Er und die bedeutende Person der Löffinger Zeitgeschichte, sowie alle anderen anwesenden bedeutenden Personen der Löffinger Zeitgeschichte auch.

Ist das nicht wahnsinniger als jede Satire der Welt ?
Leute, die, wenn sie ein Amt in Löffingen haben wollen, Zettel mit ihrem Foto darauf quasi aus dem Flugzeug über der Stadt abwerfen und Plakate mit ihrem Foto darauf an jedem Laternenpfahl hängen, wollen auf gar keinen Fall fotografiert werden, wenn sie dieses Amt später dann ausüben ?

Zugetragen hat sich das alles beim Ortstermin am 02.05. in meiner Lagerhalle in der Kesselstrasse. Dabei hat es sich um eine offizielle öffentliche Gerichtsverhandlung in einem Zivilverfahren gehandelt, aber man kennt ja die Szenen von den ebenfalls öffentlichen Gerichtsverhandlungen in Strafverfahren, wo sich die Täter Jacken über den Kopf ziehen oder Aktenordner vor das Gesicht halten, damit man ihre Visagen nicht erkennen kann. Nicht erkannt werden zu wollen ist immer ein Zeichen von Scham und Schuldeingeständnis, und weil die Unkenntlichmachung der Täter bei Gerichtsterminen eben  üblich ist, bin ich dem Wunsch der Täter nachgekommen und habe deshalb das Bild verpixelt.
Dabei ist die Rechtslage eindeutig :

Man muss auch mal einem anderen den Erfolg und sein Glück gönnen können.
Dem besten Stadtbaumeister aller Zeiten und Welten ist es nun endlich gelungen, in die Höhle des Löwen vorzudringen und den Stromzählerstand in Erfahrung zu bringen. Auch tragische Helden haben ein Recht auf Glück und Höhepunkte im Leben. Es könnte der letzte für längere Zeit gewesen sein ..

Dabei hatte der Ortstermin für Thomas im Glück gar nicht gut begonnen. Als er einem meiner Freunde zu nahe kam, hat der ihm einen ordentlichen Bodycheck verpasst, so dass Thomas im Glück ein paar Meter durch die Halle taumelte und es ihn fast auf seinen Hosenboden gesetzt hat.

 

Einen Moment lang dachte jeder, dass jetzt eine offene Konfrontation beginnt, aber bedeutende Personen der Löffinger Zeitgeschichte kommunizieren nicht mit Worten, sondern über Behördenbriefpapier und anwaltliche Schriftsätze. Vielleicht war es in dem Fall auch besser so, denn ich glaube, die junge Richterin hat einen tüchtigen Schreck bekommen.

Aber Thomas im Glück durfte dann Fotos machen, und in dem Momentt habe ich mich an die Geschichte von Hans im Glück erinnert. Man kann sie wirklich eins zu eins übertragen, mit der einen, allerdings gravierenden Ausnahme : Hans im Glück wurde immer glücklicher, je weniger er in der Hand hatte, was mir bei Thomas im Glück absolut nicht der Fall zu sein scheint.

Bekanntlich hatte Hans im Glück am Anfang der Geschichte einen grossen Goldklumpen geschenkt bekommen, den er nach und nach gegen immer sinn- und wertlosere Sachen eintauschte, bis am Ende gar nix mehr übrig war.

Bei Thomas im Glück hat die Geschichte genauso angefangen. Das Amt eines Stadtbaumeister geschenkt zu bekommen ist für einen bankrotten Bauunternehmer durchaus mit einem geschenkten grossen Goldklumpen zu vergleichen. Hätte er fachlich korrekt gearbeitet, sich immer an Absprachen gehalten und auf Machtspiele und Privatfehden verzichtet, wäre aus dem Goldklumpen ein beachtliches Vermögen geworden.

Das Tragische an der Geschichte von Thomas im Glück ist aber, dass er nicht nur seinen eigenen Goldklumpen, sondern auch noch den Goldklumpen der Stadt Löffingen zur Verfügung hatte. Einen grossen Teil davon hat er gegen das zweifelhafte Vergnügen eingetauscht, vor Delegationen aus anderen Städten stehen zu dürfen, um ihnen die Vorteile seines Nahwärmeprojektes vorzustellen. Komischerweise macht er das schon seit längerem nicht mehr …

Mittlerweile ist nicht nur der Goldklumpen der Stadt Löffingen weg, sondern es haben allein die Stadtwerke einen Schuldenberg von 17 Millionen € aufgetürmt.

Zur Zeit ist Thomas im Glück dabei, seine Freiheit dafür einzutauschen, damit die Lagerhalle seines meistgehassten speziellen Freundes verschwindet. Es ist nun mal so, dass Betrug durch Amtsträger nur durch Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Ich habe noch keine Strafanzeige gestellt, denn ich bin fest davon überzeugt, dass Thomas im Glück sich noch eigenhändig ein paar Monate oder Jahre draufpackt …

Natürlich wurde beim Ortstermin auch der Aussenbereich und die eigens zu diesem Termin umgestaltete Zufahrt zum Gewächshaus angeschaut. Meine Frage an die Horde bedeutender Personen der Löffinger Zeitgeschichte, ob die Tomaten im Gewächshaus die eisigen Temperaturen von minus zehn Grad gut überstanden haben, wurde mit eisigem Schweigen von minus zwanzig Grad beantwortet …
(Man wird doch auch bei einer Gerichtsverhandlung mal einen kleinen Scherz machen dürfen …)

Irgendwann ist auch der schönste Termin zu Ende. Der berühmte Frauenversteher Prof.Bernd Max Behnke M.A. bot der Richterin an, sie zum Bahnhof zu fahren, was sie aber dankend ablehnte. Man kann es einer Frau ja auch nicht verdenken, dass sie nicht zu Prof.Bernd Max Behnke in ein Auto steigen will. Vielleicht ist ihr in dem Moment durch den Kopf gegangen, dass sie vielleicht mal Kinder hat, die vielleicht mal einen Moment lang unbeaufsichtigt sind, in dem vielleicht einer der Herren vorbei kommt, für dessen Freilassung aus der Sicherheitsverwahrung Prof.Bernd Max Behnke M.A. verantwortlich zeichnet. Sie ist dann mit dem bestellten Taxi davongeschwebt …

Die Horde bedeutender Personen der Löffinger Zeitgeschichte beschloss dann, hinterher noch einen Kaffee trinken zu gehen, wozu sie aber kein Cafe aufsuchten, sondern die eigens zu diesem Zweck errichtete Kantine im städtischen Bauhof , der auch gegen ein schönes Stück vom Goldklumpen eingetauscht wurde.

Bei mir ist von dem Event dieses hängengeblieben :

1. Alles ist eine Frage der Auslegung und Interpretation

2. Recht und Gesetz sind dazu da, um die Herrschenden vor den Beherrschten zu schützen

3. Die Welt ist so wie sie ist, weil 1 % zusammenhalten wie Pech und Schwefel und 90 – 98 % alles über dem eigenen Tellerrand hinaus völlig egal ist

4. Ein langer schwarzer Mantel ist ein wunderbares Kleidungsstück ..

5. Glück ist, kein Glück zu brauchen ..

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PS :

Hier ist noch ein Novum :

Ein Beklagter erhält ein Schreiben vom Gericht mit dem Verhandlungsprotokoll der vor 3 Wochen statt gefundenen Verhandlung und der schriftlichen Festsetzung des Ortstermin genau am Tag nach dem Ortstermin.
(Poststempel vom Tag des Ortstermin)

Frage :

Kann das daran liegen, dass der Beklagte die Informationen aus dem Verhandlungsprotokoll beim Ortstermin nicht zur Verfügung haben soll, damit er sie dort auch nicht zur Sprache bringen kann ?

Dazu demnächst mehr …

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PS 2 :

Hier ist noch was Altbekanntes :

Ein weiterer Schuss in den Ofen von Thomas im Glück ..

Aber Schuld hat immer ein anderer, in dem Fall die ED Netze GmbH
Und wozu muss man Strom ablesen, wenn der Strom abgestellt ist ?

Dazu demnächst auch mehr …

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Ich empfehle allen Löffingern, zum Strom ablesen eine Richterin mitzunehmen

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