Nosferatu – Phantom der Nacht

26.11.2016

Nosferatu – Phantom der Nacht

nosferatu

So könnte er aussehen, der Alptraum all jener armen Löffinger Seelen, die die Baugenehmigung für ihre Feldscheune verschlampt haben oder auf deren Hausdach Ziegel mit dem falschen RAL-Farbton liegen oder die ihre Nahwärmerechnung eines Tages nicht mehr bezahlen wollen oder können. Dann werden sie Bekanntschaft mit IHM machen, denn in Löffingen muss Recht bleiben, was Recht ist. Dann könnte es ihnen so ergehen wie jener armen Seele, die gar nicht mehr in Löffingen wohnt :

Draussen tobt der Herbststurm und schüttelt die letzten Blätter von den Bäumen, stockdunkel ist die Nacht und der Regen trommelt gegen die Fenster, die Fensterläden klappern und die Kirchturmuhr schlägt Mitternacht, aber das geht der armen Seele am Arsch vorbei, denn sie liegt im mollig warmen Bett und befindet sich an der Schwelle zwischen Tag und Traum …

Doch plötzlich schreckt sie auf und sitzt kerzengrade im Bett. Irgend etwas stimmt nicht. Da fehlt was in dem Film. Der Briefkastendeckel scheppert nicht. Es fehlt das metallische Scheppern vom Briefkastendeckel. Das ist nicht normal. Bei soviel Wind muss der Briefkastendeckel scheppern.
Dafür kann es nur eine Erklärung geben : es muss sich etwas im Briefkasten befinden.

Also schlüpft die arme Seele in ihre Pantoffeln, zündet ein Wachskerzlein an und begibt sich mit schlottrigen Knien zum Briefkasten. Was sie da sieht lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren.
Allmächtiger !! Ein gelber Umschlag ragt aus dem Briefkasten raus, so gelb wie Urin …
Er muss von IHM sein. ER ist also doch nach drei Tagen wiederauferstanden von den Hirntoten !!

Die Löffinger Kinder der Nacht haben IHN von der Kette gelassen, damit er Blut und Geld saugen kann, denn alles hat ein Ende ausser der Wurst (die hat zwei) und der Geldgier von Löffinger Administranten …
Und so ergreift die arme Seele mit spitzen Finger das Machwerk, begibt sich zurück in ihr Gemach, stellt das Wachskerzlein auf das Nachttischchen, holt Brieföffner und Lesebrille aus der Schublade und liest dieses :

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Wäre das nicht der richtige Moment, jetzt, wo die eigene Schlechtigkeit schwarz auf weiss zu Papier gebracht vor einem liegt, sich den Brieföffner ins Herz zu stechen und sein verpfuschtes Leben auszuhauchen ? Denn angenehmer ist der Tod, als von der schönen Richterin Kadi abgewatscht zu werden …

Aber weil es ja nicht so ist, dass da jemand einfach so die Miete und die Stromrechnung nicht bezahlt, beschliesst die arme Seele, etwas dagegen zu unternehmen und das alles nicht so stehen zu lassen und in dem Moment fällt ihr auch ein, was im Nosferatu-Film am Ende die Rettung vor dem Vampir gebracht hat :

DEN VORHANG AUFZIEHEN !!!

Den Vorhang aufziehen, damit ein Sonnenstrahl durch das Fenster herein kann und den Vampir zu Staub zerbröselt. Das können die Blut- und Geldsauger auf den Tod nicht ausstehen, wenn man ihnen bei ihrem Treiben zuschauen kann. Dafür ist eine Internetseite genau das richtige. Also beschliesst die arme Seele, sich mit der Juristerei und den Paragrafen zu beschäftigen und auch was zu Papier zu bringen.

Wie das aussieht kommt im nächsten Beitrag ….

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