Die weisse Frau mit der Bärenfellmütze

16.11.2016

Die weisse Frau mit der Bärenfellmütze

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In den 1990er Jahren habe ich meine Pfähle fast ausschliesslich für die Staatliche Weideinspektion Schönau gemacht. Damals gab es ein Förderprogramm zur Offenhaltung der Landschaft durch Beweidung, und für die Errichtung von Weidezäunen brauchten sie Weidepfähle, die sie von mir gekauft haben, ca. 10.000 Stück im Jahr. Im Preis mit inbegriffen war die Anlieferung zum Verwendungsort.

Vor allem im Frühjahr war ich jeden Samstag mit dem LKW unterwegs, denn für jede Weide war ein Weidewart bestimmt, der in der Regel unter der Woche berufstätig und nur am Samstag anzutreffen war. Ich brauchte aber einen unterschriebenen Lieferschein, denn ohne Unterschrift ist höchstens ein Urteil vom Amtsgericht gültig, aber nie im Leben kriegt man ohne Unterschrift das Geld für seine Pfähle …

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Ich weiss nicht mehr genau, welches Jahr es war, aber es war ein fast schon heisser April, als ich an einem Samstag im Hotzenwald unterwegs war. Damals gab es noch kein Navi und irgendwie hat es mich in ein kleines Dorf verschlagen. Heute weiss ich, dass es Strittmatt gwesen sein muss. In der Dorfmitte gab es eine Bushaltestelle und eine Schautafel mit einem Ortsplan und einer Wanderkarte der Umgebung. Dort hielt ich an um mal zu schauen, wo die Weidehütte sein könnte, zu der ich die Pfähle bringen sollte.

Da bemerkte ich auf der gegenüberliegenden Strassenseite etwas Merkwürdiges. Eine Menge weiss gekleideter Leute standen vor einem alten Bauernhof. Auf dem Gelände um den Hof herum waren Wege angelegt, neben denen alle paar Meter grosse weisse Kugeln mit ca. 1m Durchmesser lagen. Überall spazierten weiss gekleidete Männer und Frauen herum. Vor der Haustür war ein grosser freier Platz und da stand sie : die weisse Frau mit der Bärenfellmütze …

Neben ihr stand ein ebenfalls weiss gekleideter Herr mit grauen Haaren. Das muss Icordo gewesen sein. Zuerst dachte ich, dass es sich um eine Hochzeit handelt. Diesen Gedanken verwarf ich aber gleich wieder, denn in dem Fall hätte der Bräutigam ja einen schwarzen Anzug anhaben müssen …
Damals konnte ich mir nicht vorstellen, dass ein Mann mit grauen Haaren noch Jungfrau ist.
Seit ich aber mit Löffinger Administranten zu tun habe weiss ich, dass auf diesem Planeten alles möglich ist …

Aber es war etwas anderes, was meine Aufmerksamkeit fesselte. Aus dem Meer aus Weiss hob sich diese schwarze Bärenfellmütze ab. So eine Bärenfellmütze kannte ich von den englischen Wachsoldaten am Buckingham Palace. Ich schaute dem Treiben noch eine Weile zu und fuhr dann weiter, weil ich einen Termin hatte. Ich dachte bei mir : Die Alte hat echt nicht mehr alle Latten am Zaun, bei so einer Hitze eine Bärenfellmütze zu tragen …

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Bei meiner Recherche über die Sekte des Löffinger Bürgermeisters Tobias Link bin ich auf ein video gestossen, dass tiefe Einblicke in eine Sitzung einer Sekte gewährt. Dabei hat sich herausgestellt, dass ich mich damals geirrt hatte. Es handelt sich nicht um eine Bärenfellmütze, sondern die Frisur der Sektenmeisterin ist sagen wir mal etwas eigenwillig. Aber sonst lag ich schon richtig …

Beim Anschauen dieses Videos ist mir schlagartig klar geworden, dass es sich bei dem, was ich hier immer als „Tomatistan“ bezeichne, nicht um eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, sondern um eine Glaubensgemeinschaft oder genauer gesagt um eine Sekte handelt, denn in Tomatistan basiert alles auf dem bedingungslosem Glauben und Gehorsam. Du musst glauben, was die Gurus sagen, und wenn du was anders behauptest wirst du zutode gemobbt. Beweise und Argumente werden unterdrückt, denn wenn die Gurus was ums Verrecken nicht leiden können, dann ist es eigenständiges Denken und eine eigene Meinung. So was kommt direkt vom Teufel …

Auch sonst hat es in Tomatistan alles, was es für eine Sekte braucht. Zum Beispiel gibt es regelmässige Versammlungen, wo die Meister des Bürgers und des Stadtbaus ihre wirre Ideologie vortragen, während die gläubigen Gemeinderäte mit gesenkten Häuptern der göttlichen Botschaft lauschen. Diese heiligen Messen finden derzeit noch im Feuerwehrgerätehaus statt, aber die ehrwürdigen Brüder und Schwestern vom heiligen Orden der Tomatistaner lassen sich gerade für 5.000.000 € ihre Kirche sanieren, wobei auch ein angemessener Raum eingerichtet wird, damit die Götter ihre Versammlungen wieder in ihrem angestammten Gotteshaus abhalten können. Alle Ungläubigen fragen sich, wo denn das viele Geld herkommt, aber den Seinen gibt`s der Herr eben im Schlaf …

Das heilige Buch der Tomatistaner heisst nicht Bibel oder Thora, sondern Gemeindesatzung, und die Vorbeter können jeden Paragrafen davon auswendig aufsagen. Natürlich gibt es auch ein Glaubensbekenntnis. Bei den Katholiken geht das Glaubensbekenntnis so :

„Ich glaube an den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist“

Bei den Tomatistanern heisst es :

„Ich glaube an den Bürgermeister und den Stadtbaumeister und an den Unheiligen Rechtsprofessor

Es wird die Dreieinigkeit aus Macht, Besitz und Justiz verehrt, und alle Gläubigen hoffen und beten, dass mal ein paar Krümel vom Tisch der Herren der Herrlichkeit für sie herunter fallen. Je weiter sie ihre Köpfe zum Boden hin neigen, um so grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mal einen Krümel auf dem Boden entdecken und der wird dann blitzschnell in den eigenen Hosensack gesteckt …

Die frohe Botschaft lautet : Hallelujah, lasset uns frohlocken !! Die Banken werden uns eines Tages unsere Schulden vergeben !! Deshalb wird auch mittlerweile halbjährlich ein weiteres Darlehen für Nahwärme aufgenommen ( Zählt eigentlich noch jemand mit ? )

Hallelujah, lasset uns frohlocken !! Die schöne Jungrichterin Kadi wird uns eines Tages unsere Sünden vergeben !! Sonst kriegt sie schlechte Noten vom Herrn Rechtsprofessor …

Hosianna !! der Herr Rechtsprofessor wird bis zum Bundesverfassungsgericht gehen, denn wir können unsere Prozesskosten aus der Stadtkasse bezahlen …

Doch wehe dir, O Ungläubiger !! Der Herr Bürgermeister wird dich strafen !!

Denn siehe : Wer seinen Bürger liebt, der züchtigt ihn …

O Ungläubiger !! Du hast gesündigt !! Du hast dein Gartenmäuerchen 20cm zu hoch gebaut.
Dafür werden wir dich ans Kreuz nageln. Aber vorher baust du das Ding wieder ab.
Der Herr Stadtbaumeister hat es gegeben und der Herr Stadtbaumeister hat es wieder genommen …

Amen, ich sage dir :

Du hättest lieber in die Hose geschissen als mit unserer Sekte Streit anzufangen. Der Herr der Heerscharen wird Blitze vom Rathaus schleudern und das Geschmeiss von Handlungs- und Besitzstörern zerschmettern und in den Abgrund der Hölle schleudern …

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Ich habe mich schon oft gefragt, wie manche Löffinger Gemeinderatsbeschlüsse zustande gekommen sind.Das könnte die Erklärung sein :  VOLLTRANCE !!
Hier ist also das Video. Ein einzigartiges Dokument aus dem bunten Deutschland …

So könnte es zugehen in der Löffinger Geschlossenen :
Allerdings scheinen bei einer Sitzung von „Fiat Lux“ wesentlich mehr Sektenräte teilzunehmen …

Klick hier auf die Schrift zum Anschauen

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Es mag ja Unterschiede geben zwischen Fiat Lux und Korntaler Brüdern oder Messianischen Juden, aber nach diesem Video bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich sinnvoll ist, einen religiösen Extremisten auf einem Bürgermeistersessel zu belassen …


PS :

Mein Angebot besteht weiter :
1000 € für einen Mitschnitt aus einer geschlossenen Löffinger Gemeinderatssitzung

Wenn sie auf dem Mitschnitt anfangen zu singen zahle ich 2000 ….

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